Japanische Zentralbank hebt Leitzins auf 1% – höchster Stand seit 1995
Wichtige Fakten
- • Leitzins auf 1% erhöht (von 0,75%), höchster Stand seit 31 Jahren.
- • BoJ warnt vor rascher Weitergabe gestiegener Ölkosten in der Wirtschaft.
- • Kerninflation in Japan fiel im April auf 1,4% – Vierjahrestief.
- • Governor Uchida begrüßt Iran-Abkommen, sieht aber Unsicherheit bei Ölpreisen.
- • Nikkei schließt auf Rekordhoch bei 70.000 Punkten nach Zinsentscheid.
Zinserhöhung inmitten des Iran-Kriegs
Die japanische Zentralbank (BOJ) hat ihren Leitzins auf 1% angehoben, den höchsten Stand seit 31 Jahren. Grund sind inflationsfördernde Effekte des Iran-Kriegs, insbesondere gestiegene Ölpreise. Obwohl eine politische Lösung absehbar ist, bleibt die Unsicherheit hoch.
Wirtschaftliche Entwicklung und Marktreaktion
Trotz einer Kerninflationsrate von 1,4% im April (Vierjahrestief) beschloss die BOJ die Straffung. Der Nikkei-Index erreichte ein Rekordhoch von 70.000 Punkten, gestützt durch Erwartungen einer stabilen Konjunktur. Die BoJ verwies auf Entlastungspakete der Regierung für Haushalte mit hohen Energiekosten.
Internationaler Kontext
Japan ist nach der EZB die zweite G7-Notenbank, die seit Beginn des Iran-Kriegs die Zinsen erhöht. Die US-Notenbank und die Bank of England dürften diese Woche ihre Sätze hingegen unverändert lassen.
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