Erdbeben in Japan: Zahl der Toten steigt auf 30
Wichtige Fakten
- • Magnitude: 6,8 (USGS) oder 7,1 (japanische Agentur).
- • Mindestens 30 Tote, 62 Verletzte und 11 Vermisste.
- • 8 Tote in Nippon Paper Fabrik durch Gebäudeeinsturz.
- • 15.000 Menschen in Evakuierungszentren, viele ohne Wasser.
- • 23.000 Haushalte ohne Strom, 75.000 ohne Wasser.
- • Auto- und Chipindustrie stellen Produktion teils ein.
- • Vietnamesischer Praktikant unter den Toten.
Todesopfer und Vermisste
Bei dem schweren Erdbeben in der japanischen Präfektur Kumamoto ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben auf mindestens 30 gestiegen. 62 Menschen wurden verletzt, elf weitere gelten noch als vermisst. Besonders betroffen ist das Einkaufszentrum Aeon Mall in Kashima, dessen zweite Etage einstürzte. Sechs der zwölf aus den Trümmern Geretteten starben. Auch in einer Papierfabrik von Nippon Paper kamen acht Menschen ums Leben – darunter ein vietnamesischer Praktikant. Die Suche nach Überlebenden dauert an, aber die Hoffnung schwindet.
Schäden und Evakuierungen
Das Beben der Stärke 6,8 (laut USGS) bzw. 7,1 (laut japanischer Agentur) beschädigte tausende Häuser und legte Strom- und Wasserversorgung lahm. Rund 23.000 Haushalte haben keinen Strom, 75.000 kein fließendes Wasser. Etwa 15.000 Menschen sind in rund 400 Notunterkünften untergebracht. Verteidigungsminister Kōizumi kündigte die Lieferung von 300 Klimaanlagen an, da die Temperaturen bis zu 39 Grad erreichen sollen. Zudem wurden rund 5.000 Selbstverteidigungskräfte entsandt, aber weitere Nachbeben erschweren die Rettung.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Kyushu ist ein wichtiger Standort für die japanische Auto- und Chipindustrie. Toyota, Honda Sony und andere Firmen haben ihre Produktion vorübergehend gestoppt oder reduziert, um die Auswirkungen auf die Lieferketten zu prüfen. TSMC hingegen konnte den Betrieb in seinem Kumamoto-Werk wieder aufnehmen. Analysten sehen die Schließungen vor allem als Vorsichtsmaßnahme.
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