Jeder dritte Beschäftigte zweifelt am Durchhalten bis zur Rente
Wichtige Fakten
- • 40% der Beschäftigten glauben nicht, bis zur Rente durchhalten zu können.
- • In Pflege und Handwerk zweifelt die Hälfte der Beschäftigten.
- • Im Sanitärbereich erwarten 72%, den Beruf nicht bis zur Rente auszuüben.
- • Wert der Zuversicht sank von 56% (2025) auf 53% (2026).
- • 27.800 Beschäftigte wurden von 2022 bis 2026 befragt.
Zweifel bis zur Rente: DGB-Studie bringt alarmierende Zahlen
Mehr als jeder Dritte Beschäftigte in Deutschland zweifelt daran, bis zur Rente durchhalten zu können. Das ergab eine Erhebung des DGB. Besonders pessimistisch sind Arbeitnehmer aus den Bereichen Pflege, Handwerk und Bau.
Vier von zehn Arbeitnehmern in Deutschland glauben einer aktuellen Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zufolge nicht, dass sie ihren Job bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters ausüben können. Im Handwerk, in der Pflege, im Baugewerbe, in Erziehungsberufen und anderen körperlich und psychisch belastenden Berufen zweifelt demnach sogar die Hälfte der Beschäftigten an einem Durchhalten bis zur Rente.
Für die Auswertung wurden knapp 28.000 Beschäftigte in den Jahren 2022 bis 2026 befragt. Demnach glauben lediglich 53 Prozent, ihre derzeitige Tätigkeit bis zum gesetzlichen Renteneintritt ohne Einschränkungen ausüben zu können. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 56 Prozent. Dagegen rechnen aktuell 40 Prozent nicht damit, bis zur Rente arbeiten zu können. Im Vorjahr waren es 39 Prozent.
Besonders groß sind die Zweifel in einzelnen Berufsgruppen. So erwarten 72 Prozent der Beschäftigten im Bereich Sanitär, Heizung und Klempnerei, ihren Beruf nicht bis zur Rente ausüben zu können. In der Krankenpflege sind es 71 Prozent, in der Altenpflege 67 Prozent, in Hochbauberufen 66 Prozent und bei Erzieherinnen und Erziehern 57 Prozent.
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