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Wissen 02.06.2026, 08:16 Aktualisiert: 02.06.2026, 10:02

John McFall: Der erste körperlich behinderte Astronaut im All rückt näher

John McFall verlor sein Bein bei einem Motorradunfall mit 19 Jahren.

Wichtige Fakten

  • John McFall verlor sein Bein bei einem Motorradunfall mit 19 Jahren.
  • Er wurde 2022 von der ESA für eine Studie über behinderte Astronauten ausgewählt.
  • Neue UK-Vast-Vereinbarung ermöglicht Sponsoring für seinen Raumflug.
  • McFall gewann 2008 Bronze bei den Paralympics in Peking.
  • 2024 wurde er für langfristige ISS-Mission medizinisch fit erklärt.

Neue Partnerschaft ebnet den Weg

Der britische Paralympionike und NHS-Chirurg John McFall ist dem Traum, als erster körperlich behinderter Astronaut ins All zu fliegen, einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Eine neue Vereinbarung zwischen der britischen Regierung und dem US-Raumfahrtunternehmen Vast ermöglicht es der UK Space Agency, Sponsoring zu sichern, um McFalls Raumflug zu finanzieren.

Medizinische und fachliche Hürden genommen

McFall, der bei einem Motorradunfall im Alter von 19 Jahren ein Bein verlor, wurde 2022 von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für eine Studie über körperlich behinderte Astronauten ausgewählt. Bereits im vergangenen Jahr wurde er für einen Langzeitaufenthalt auf der Internationalen Raumstation (ISS) für medizinisch fit erklärt. Die Mission soll bahnbrechende Forschung zur menschlichen Physiologie, muskuloskelettalen Anpassung, dem Verhalten von Prothesen in Schwerelosigkeit sowie zur Bewegung und Balance im All umfassen.

Training und persönliche Motivation

McFall betont, dass noch ein „riesiges Trainingspensum“ vor ihm liege, darunter Überlebens- und Seetraining, aber auch viele theoretische Fächer. Der dreifache Vater, der 2008 bei den Paralympics in Peking Bronze gewann, sieht seine Erfahrungen als Chirurg und Spitzensportler als ideale Vorbereitung: „Man muss ein rationaler und pragmatischer Mensch sein, gut im Problemlösen und Kommunizieren und schwierige Entscheidungen unter Druck treffen können.“ Seine Familie halte ihn auf dem Boden: „Meine Kinder freuen sich nur, weil ich versprochen habe, wenn ich ins All fliege, bekommen sie einen Hund.“

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