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Politik 26.06.2026, 00:38 Aktualisiert: 26.06.2026, 10:17

Keir Starmer tritt zurück: Ein Premier am Ende

Starmer trat nach seiner Labour-Mehrheit im Juli 2024 zurück.

Wichtige Fakten

  • Starmer trat nach seiner Labour-Mehrheit im Juli 2024 zurück.
  • Dysfunktion im Kabinett und Affären schwächten seine Autorität.
  • Schottlands Labour-Chef Sarwar forderte öffentlich seinen Rücktritt.
  • Sue Gray als Stabschefin musste Monate nach Amtsantritt gehen.
  • Andy Burnham gilt als wahrscheinlichster Nachfolger.

Starmers Weg in die politische Isolation

Monatelang berichtete die BBC über das Scheitern der Regierung Starmer. Nun ist es offiziell: Keir Starmer erklärte seinen Rücktritt als Premierminister. Anders als Boris Johnson (Skandal) oder Liz Truss (Wirtschaftskrise) verlor Starmer die Fähigkeit zu regieren – seine eigene Fraktion entzog ihm das Vertrauen. Bereits im Herbst 2024 zeigten sich erste Risse: Die Streichung der Heizkostenzuschüsse für Rentner wurde nach Protesten zurückgenommen, die „Brillen-Affäre“ um kostenlose Brillen schadete dem Ansehen, und interne Machtkämpfe wurden öffentlich.

Das Ende einer Ära

Der entscheidende Wendepunkt kam im Februar, als der schottische Labour-Chef Anas Sarwar öffentlich Starmers Rücktritt forderte. Zu dieser Zeit schrieb die BBC bereits von einer politischen Nahtoderfahrung. Nach den Kommunalwahlen im Mai wurde der Druck übermächtig. Starmer war nicht mehr in der Lage, seinen Ministern Geschlossenheit aufzuzwingen – ein öffentlicher Streit zwischen Innenministerin Shaban Mahmood und Starmer über einen Ministerposten markierte den endgültigen Autoritätsverlust. Die letzte Bastion: Verteidigungsminister Mike Tapp, treu bis zuletzt, macht nun seinen eigenen Weg als Hardliner. Das politische Vakuum wird durch eine Schattenregierung in Westminster und Manchester gefüllt, deren Führungsfigur Andy Burnham sein wird.

Die zukünftige Regierung Burnham

Andy Burnham, ein populärer Labour-Politiker, bereitet sich auf den Machtwechsel vor. Er wird seinen Schattenkabinettsentwurf zur Wochenmitte vorlegen und noch im Juni voraussichtlich der neue Premier sein. Sein Wahlprogramm konzentriert sich auf Kampf gegen die Lebensmittelkosten, Schulreformen und eine Verschärfung von Einwanderungsbestimmungen – Themen, mit denen Starmer, fast epidemisch “druck-, führungs- und strukturlos”, scheiterte.

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