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Wirtschaft 22.07.2026, 13:32 Aktualisiert: 22.07.2026, 15:01

KI-Boom wird zunehmend über Schulden finanziert

Tech-Konzerne sammelten 2026 über 218 Milliarden Dollar via Anleihen ein.

Wichtige Fakten

  • Tech-Konzerne sammelten 2026 über 218 Milliarden Dollar via Anleihen ein.
  • KI-Investitionen erfordern Milliarden für Chips, Rechenzentren und Strom.
  • Ökonomen warnen vor Klumpenrisiken durch zirkuläre Finanzierung.
  • Große Tech-Aktien dominieren Indizes, was bei Kurseinbruch Domino-Effekt droht.

KI-Boom finanziert durch hohe Schulden

Der Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend über Schulden finanziert. Große Tech-Konzerne wie Amazon, Alphabet, Oracle und Nvidia nehmen Milliardenkredite am Anleihemarkt auf, um die massiven Investitionen in Chips, Rechenzentren und Infrastruktur zu stemmen. Laut Barclays Research haben sie allein 2026 rund 218 Milliarden Dollar eingesammelt. Früher kamen diese Firmen weitgehend ohne Schulden aus. Mittlerweile drängen auch Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic an die Börse, um Kapital zu beschaffen.

Risiken und Vergleich zur Dotcom-Blase

Ökonomen wie Sandra Ebner (Union Investment) betonen das Potenzial von KI für Produktivität und Wachstum, doch es gibt Warnungen vor einer Überhitzung. Die hohe Konzentration von Tech-Aktien in Indizes und die gegenseitige Abhängigkeit der Konzerne bergen Klumpenrisiken. Einige Experten ziehen Parallelen zur Dotcom-Blase, während andere wie Jörg Krämer (Commerzbank) noch Gelassenheit sehen, solange die Unternehmen Gewinne erzielen. Im Fall eines Brancheneinbruchs droht ein Domino-Effekt mit ähnlichen Auswirkungen wie in der Finanzkrise.

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