KI-Modell Aicon: Deutscher Wetterdienst startet präzisere Wettervorhersagen
Wichtige Fakten
- • Der DWD hat 15 Jahre Wetterdaten gesammelt, um KI-Modelle zu trainieren.
- • Das neue Modell Aicon liefert alle drei Stunden aktualisierte Prognosen.
- • Meteorologen werden durch KI nicht ersetzt, bleiben in kritischen Situationen entscheidend.
- • Ein neuer Hochleistungsrechner soll ab 2027 weitere KI-Modelle trainieren.
Zusammenfassung
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat sein neues KI-gestütztes Vorhersagemodell Aicon eingeführt, das auf 15 Jahren gesammelter globaler Wetterdaten basiert. Das Modell soll schnellere und präzisere Prognosen für Temperaturen, Wind und Niederschlag liefern, mit Aktualisierungen alle drei Stunden – doppelt so häufig wie bei herkömmlichen Methoden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder bezeichnete Aicon als "echten Meilenstein", der wertvolle Zeit für Schutzmaßnahmen bei Unwettern oder Starkregen verschafft.
Hintergrund und Entwicklung
Für die Datensätze und Prognosen benötigt der DWD enorme Rechenkapazitäten, die durch einen vom Bundesverkehrsministerium finanzierten neuen Hochleistungsrechner ab 2027 unterstützt werden sollen, um weitere KI-Modelle zu trainieren. Trotz der KI-Unterstützung betont der DWD, dass die Expertise von Meteorologen nicht ersetzt wird und in kritischen Situationen die menschliche Beratung entscheidend bleibt. Dies folgt auf frühere Entwicklungen, bei denen KI-gestützte Systeme bereits eine vergleichbare Vorhersagequalität wie traditionelle Methoden erreichten.
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