KI-Transformation und Marktturbulenzen: WPP schrumpft, Rolls-Royce profitiert
Wichtige Fakten
- • WPP plant 500 Millionen Pfund jährliche Einsparungen bis 2028 mit Jobabbau.
- • Rolls-Royce steigerte Gewinn 2025 um 40% auf 3,5 Milliarden Pfund.
- • KI-Datacenter-Boom trieb Rolls-Royce-Power-Systems-Gewinn um 60% nach oben.
- • WPP verlor 2025 3,6% Umsatz und 26% Gewinn vor Steuern.
- • Rolls-Royce plant bis zu 9 Milliarden Pfund für Aktionäre über drei Jahre.
WPP: Radikaler Umbau als Antwort auf KI-Herausforderungen
Der britische Werbekonzern WPP kündigt einen radikalen Restrukturierungsplan an, um der Bedrohung durch künstliche Intelligenz zu begegnen. Das Unternehmen strebt bis 2028 jährliche Einsparungen von 500 Millionen Pfund an, die durch den Verkauf von Assets und vor allem durch Stellenabbau erreicht werden sollen. CEO Cindy Rose spricht von einem "einfacheren, kostengünstigeren, KI-fähigen Unternehmen". Die genaue Zahl der betroffenen Jobs aus der 100.000-köpfigen Belegschaft wurde nicht genannt, doch sollen Duplikationen in Finanzen und Support sowie Managementebenen eliminiert werden.
Finanzielle Schwierigkeiten und organisatorische Neuausrichtung
WPP verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang von 3,6% auf 13,6 Milliarden Pfund und einen Gewinneinbruch vor Steuern um 26% auf 1,1 Milliarden Pfund. Die Dividende wurde um 62% gekürzt. Das Unternehmen reorganisiert sein Geschäft in vier Hauptdivisionen: Medien, Kreativ, Produktion und Enterprise Solutions, letztere fokussiert auf KI-Transformation. Die bekannten Agenturen Ogilvy, VML und AKQA werden unter dem Dach "WPP Creative" zusammengeführt, um Kosten zu senken.
Rolls-Royce: KI-Boom treibt Rekordgewinne
Im Kontrast dazu profitiert Rolls-Royce stark von der KI-Entwicklung. Der Triebwerkshersteller verzeichnete 2025 einen Gewinnsprung von 40% auf 3,5 Milliarden Pfund. Ein Haupttreiber war die Power Systems Division, deren Gewinn um 60% auf 852 Millionen Pfund stieg, angetrieben durch die boomende Nachfrage nach Strom für KI-Datacenter. Die zivile Luftfahrtsparte trug mit einem Gewinn von 2,1 Milliarden Pfund (+41%) weiterhin den Löwenanteil bei.
Investorenbelohnung und positive Prognosen
Rolls-Royce kündigte an, bis zu 9 Milliarden Pfund über drei Jahre an Aktionäre zurückzugeben, beginnend mit 2,5 Milliarden Pfund 2026. Das Unternehmen hob seine Gewinnprognose für 2028 auf 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund an, etwa ein Drittel mehr als bisher erwartet. Die Aktie stieg um fast 7% und trug zum FTSE-100-Rekordhoch bei. Dieser Erfolg folgt auf eine umfassende Transformation unter CEO Tufan Erginbilgiç, die Kostensenkungen und bessere Vertragsbedingungen umfasste.
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