KiK schließt Hunderte Filialen in Europa: Rückbau nach zu dichter Expansion
Wichtige Fakten
- • KiK schließt europaweit 225 Filialen bis Ende 2026.
- • In Deutschland werden 135 Geschäfte geschlossen.
- • Das Unternehmen verzeichnete 2024 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro.
- • KiK beschäftigt etwa 32.000 Menschen, davon 19.000 in Deutschland.
- • Die Schließungen erfolgen, da Filialen teilweise zu dicht expandiert wurden.
Zusammenfassung der Filialschließungen
Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter KiK plant für dieses Jahr die Schließung Hunderter Filialen in ganz Europa, darunter 135 Geschäfte in Deutschland. Europaweit sinkt die Zahl der Filialen bis Ende 2026 um etwa 225 auf gut 4.000, wie Geschäftsführer Christian Kümmel gegenüber der dpa mitteilte. KiK hatte in der Vergangenheit massiv expandiert, wobei Filialen teilweise weniger als einen Kilometer auseinander lagen, was nun als zu dichte Expansion zurückgebaut wird.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und Geschäftsmodell
KiK betont, dass alle verbleibenden Standorte profitabel seien und keine Kündigungen geplant sind. Die etwa 32.000 Beschäftigten, davon 19.000 in Deutschland, sollen bei Schließungen in andere Filialen versetzt oder anderweitig weiterbeschäftigt werden. Das Geschäftsmodell des Discounters, bei dem rund 60 Prozent des Sortiments auf Textilien entfallen, bleibt grundsätzlich erhalten, obwohl auch KiK die Kaufzurückhaltung der Verbraucher spürt.
Kontext im Einzelhandel
Die Schließungen erfolgen vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks durch stationäre Händler wie Woolworth und Onlineportale wie Shein sowie einer allgemeinen Konsumzurückhaltung. Der gesamte stationäre Einzelhandel in Deutschland verzeichnet einen Rückgang der Geschäfte auf unter 300.000 im Jahr 2026, verglichen mit etwa 372.000 Ende 2015, und die Insolvenzzahlen in der Branche liegen auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren.
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