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Gesellschaft 13.02.2026, 12:47 Aktualisiert: 13.02.2026, 18:11

Kinderbetreuungslücken belasten berufstätige Eltern

54% der befragten Eltern waren von Betreuungsausfällen betroffen.

Wichtige Fakten

  • 54% der befragten Eltern waren von Betreuungsausfällen betroffen.
  • Personalmangel ist Hauptursache für Schließungen und Kürzungen.
  • Fast ein Drittel der Eltern reduzierte die Erwerbsarbeitszeit.
  • Besonders Eltern mit Kindern unter drei Jahren sind betroffen.
  • Die Ausfallquoten sind in Ostdeutschland niedriger als im Westen.

Zusammenfassung der Studie

Mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Eltern in Deutschland ist von Einschränkungen bei der Kinderbetreuung betroffen, wie eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. 54 Prozent der befragten rund 900 Mütter und Väter gaben an, im Herbst 2025 mit Kürzungen der Betreuungszeiten oder kurzfristigen Schließungen konfrontiert gewesen zu sein. Hauptursache ist laut Studie der Personalmangel.

Auswirkungen auf die Arbeitszeit

Fast ein Drittel der betroffenen Eltern musste die Erwerbsarbeitszeit reduzieren, um die Betreuungslücken aufzufangen. Dabei springen häufiger Mütter ein, während Väter etwas öfter als früher ihre Arbeitszeit kürzen. Die Quote der Betroffenen ist im Vergleich zu einer Befragung Ende 2024 leicht von 59 auf 54 Prozent gesunken, bleibt aber auf hohem Niveau.

Regionale und altersspezifische Unterschiede

Besonders Eltern von kleinen Kindern unter drei Jahren sind betroffen: 40 Prozent berichteten von Schließungen, 49 Prozent von verkürzten Öffnungszeiten. Bei Kindern von drei bis sechs Jahren waren es 39 bzw. 51 Prozent. In Ostdeutschland liegen die Ausfallquoten insgesamt niedriger als im Westen.

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