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Klima 31.08.2026, 08:11 Aktualisiert: 31.08.2026, 10:02

Korallenriffe weltweit in Abwärtsspirale

Hartkorallenbedeckung sank um 9,5 % seit 1980–2009.

Wichtige Fakten

  • Hartkorallenbedeckung sank um 9,5 % seit 1980–2009.
  • Erholungsphasen zwischen Bleichen nur noch 5–6 Jahre.
  • 21 Mio. Beobachtungen an 36.800 Riffen ausgewertet.
  • Vier Massenbleichen seit 1998 durch Hitzewellen.
  • Riffe sind Lebensraum für 25 % der Meeresarten.

Zustand der Korallenriffe

Ein neuer Bericht des Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) zeigt, dass Korallenriffe weltweit zunehmend unter Druck geraten. Die Erholungsphasen zwischen schweren Bleichereignissen werden immer kürzer. Während Riffe früher Jahrzehnte Zeit hatten, bleiben heute nur noch fünf bis sechs Jahre. Die globale Bedeckung mit Hartkorallen ist im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1980 bis 2009 um rund 9,5 Prozent gesunken.

Ursachen und Folgen

Haupttreiber der Massenbleichen ist der Klimawandel, der marine Hitzewellen verstärkt. Alle vier großen Bleichereignisse seit 1998 haben zu deutlichen Rückgängen geführt. Gebleichte Korallen sind geschwächt, können sich aber bei kühleren Temperaturen erholen. Doch die Zeitspannen schrumpfen, wodurch eine Abwärtsspirale entsteht, die immer schwerer umzukehren ist. Zwischen 2017 und 2019 gab es zwar eine Erholung von sechs Prozent, doch dies reicht nicht aus, um den Trend zu stoppen.

Bedeutung der Riffe

Korallenriffe bedecken weniger als 0,2 Prozent des Meeresbodens, beherbergen aber mindestens ein Viertel aller Meeresarten. Rund 104 Millionen Menschen wohnen in ihrer Nähe und sind auf sie für Ernährung, Einkommen und Küstenschutz angewiesen. Der Verlust der Riffe hätte massive ökologische und sozioökonomische Auswirkungen.

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