Korruptionsskandal in Ukraine: Ex-Präsidialamtschef Jermak in U-Haft
Wichtige Fakten
- • Gericht ordnet Untersuchungshaft gegen Andrij Jermak an.
- • Vorwurf: Geldwäsche in Millionenhöhe bei Luxusbauprojekt.
- • Haft für 60 Tage, Kaution von 2,72 Millionen Euro.
- • Jermak war von 2020 bis 2025 Präsidialamtschef.
- • Korruptionsbekämpfung gilt als Bedingung für EU-Beitritt.
Ermittlungen
Ein Gericht in der Ukraine hat Untersuchungshaft gegen den früheren Präsidialamtschef Andrij Jermak angeordnet. Der ehemalige enge Vertraute von Präsident Wolodymyr Selenskyj muss sich wegen Geldwäsche-Vorwürfen in Millionenhöhe verantworten. Die Haft gilt zunächst für 60 Tage. Jermak bestreitet die Vorwürfe und kündigte an, sich zu verteidigen.
Hintergrund
Jermak leitete das ukrainische Präsidialamt von 2020 bis 2025 und galt als einer der mächtigsten Politiker des Landes. Seine Wohnung wurde durchsucht, und es wurden Chats mit einer astrologischen Beraterin bekannt, die über Besetzungen von Spitzenposten beraten haben soll. Jermak war Ende November 2025 zurückgetreten, nachdem ein Korruptionsskandal im Energiesektor aufgedeckt worden war.
Bedeutung
Korruption gilt als langjähriges Problem in der Ukraine. Ihre Bekämpfung ist eine zentrale Voraussetzung für einen möglichen EU-Beitritt des Landes. Der Fall Jermak belastet auch die Regierung Selenskyj, der im Anti-Korruptionskampf unter Druck steht.
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