Krankheit, Sucht und Unfälle als Hauptursachen für Überschuldung
Wichtige Fakten
- • Für 18% der Beratenen war Krankheit, Sucht oder Unfall Hauptauslöser.
- • Arbeitslosigkeit war mit 17% zweithäufigste Ursache.
- • Durchschnittliche Schulden lagen bei 34.650 Euro.
- • Männer hatten mit 39.717 Euro deutlich höhere Schulden als Frauen.
- • Alleinerziehende Väter schuldeten im Schnitt 46.219 Euro.
Gesundheitliche Gründe als häufigster Auslöser
Laut Statistischen Bundesamt waren 2025 für 18 Prozent der Menschen, die eine Schuldnerberatung aufsuchten, Krankheit, Sucht oder ein Unfall der wichtigste Auslöser ihrer Überschuldung. Arbeitslosigkeit folgte mit rund 17 Prozent als zweithäufigste Ursache. Die durchschnittliche Schuldenhöhe der beratenen Personen lag bei 34.650 Euro, wobei Männer mit 39.717 Euro deutlich höhere Verbindlichkeiten als Frauen mit 29.500 Euro aufwiesen.
Alleinerziehende besonders betroffen
Bei Alleinerziehenden spielten familiäre Veränderungen eine große Rolle: Für rund 23 Prozent waren Trennung, Scheidung oder Tod des Partners Hauptauslöser. Alleinerziehende Väter hatten mit 46.219 Euro deutlich höhere Schulden als Mütter mit 34.386 Euro. Knapp 52 Prozent der Beratenen lebten allein; bei fast jedem vierten Ein-Personen-Haushalt waren gesundheitliche Probleme Hauptursache.
Besonders häufig Forderungen der öffentlichen Hand
57 Prozent der Beratenen hatten offene Forderungen gegenüber der öffentlichen Hand wie Finanzämtern oder Jobcentern. Weitere häufige Gläubiger waren Telekommunikationsunternehmen (47 Prozent), Banken (37 Prozent) und Online-Versandhandel (29 Prozent). Der Schuldneratlas zeigt, dass besonders die 30- bis 49-Jährigen betroffen sind, die über 70-Jährigen am wenigsten.
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