Krawalle bleiben aus: Londoner Polizei zieht Bilanz nach rivalisierenden Großprotesten
Wichtige Fakten
- • 43 Festnahmen bei rivalisierenden Protesten in London.
- • Etwa 60.000 Teilnehmer beim Marsch von Tommy Robinson.
- • Pro-palästinensischer Marsch zählte 15.000 bis 20.000 Teilnehmer.
- • Wegen Hate Crime wurden elf Personen festgenommen.
- • Vorwürfe wegen rassistischer Beleidigungen gegen Polizisten.
Rivalisierende Großproteste in London: Polizei verhindert Ausschreitungen
Am Samstag kam es in London zu zeitgleichen Großdemonstrationen: der „Unite the Kingdom“-Marsch des rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson (bürgerlich Stephen Yaxley-Lennon) und eine propalästinensische Kundgebung zum Nakba-Jahrestag. Die Metropolitan Police setzte 4.000 Einsatzkräfte, massive Sperren und erstmals eine Live-Gesichtserkennungskamera an Bahnhöfen ein, um eine Trennung der rivalisierenden Lager zu gewährleisten. Die befürchteten schweren Zusammenstöße blieben aus.
Zahlen und Festnahmen im Überblick
Insgesamt wurden 43 Personen festgenommen, davon 20 auf Seiten von Robinsons Marsch (neun wegen Hasskriminalität) und zwölf auf Seiten der Propalästina-Demonstration (zwei wegen Hasskriminalität). Elf weitere Festnahmen waren keiner der beiden Gruppen zuzuordnen. Die Polizei meldete fünf verletzte Beamte, aber keine ernsthaften Zwischenfälle.
Bilanz und Bewertung der Großeinsatzes
Die Zahl der Teilnehmer auf Robinson-Seite lag nach Polizeischätzung bei circa 60.000 – deutlich unter den erhofften einer Million und weniger als der halbe Wert des Vorjahresmarsches. Die propalästinensische Kundgebung hatte 15.000 bis 20.000 Teilnehmer (Veranstalterangabe: 250.000). Knapp 700 Beamte wurden aus anderen Landesteilen angefordert. Die Polizei bewertete den Einsatz als Erfolg zur Wahrung der Meinungsfreiheit ohne größere Sicherheitsverstöße.
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