Kreuzfahrt-Branche trotzt Krisen mit Passagierrekorden
Wichtige Fakten
- • Über 37 Millionen Kreuzfahrten 2025, Rekord für die Branche.
- • Bis 2029 werden über 42 Millionen Passagiere erwartet.
- • USA sind Hauptmarkt, Deutschland an zweiter Stelle.
- • Extras wie Landausflüge steigern die Profitabilität der Reedereien.
- • Kreuzfahrtaktien trotz Iran-Krieg volatil, aber im Aufwärtstrend.
Wachstum trotz Krisen
Die Kreuzfahrtbranche verzeichnet trotz Wirtschaftsflaute und globaler Konflikte einen anhaltenden Boom. Laut dem Verband Cruise Lines International Association (CLIA) wurden 2025 weltweit über 37 Millionen Hochsee-Kreuzfahrten unternommen – ein neuer Rekord. Branchenvertreter erwarten für 2026 rund 38 Millionen Passagiere und bis 2029 sogar über 42 Millionen.
Beliebtheit bei Deutschen
Deutsche Urlauber zählen nach US-Amerikanern zu den fleißigsten Kreuzfahrern. Knapp drei Millionen Hochsee-Reisen buchten sie 2025, ein Plus von zehn Prozent. Christian Röhl, Chefökonom bei Scalable Capital, erklärt die Anziehungskraft mit dem All-inclusive-Konzept: Bequemlichkeit und planbare Kosten stünden im Vordergrund.
Geschäftsmodell der Reedereien
Die Reedereien – vor allem die US-Konzerne Carnival, Royal Caribbean und Norwegian – erzielen Profite primär durch Zusatzleistungen wie Landausflüge, Restaurants und Casinos, da die Ticketpreise oft nur die Fixkosten decken. Royal Caribbean meldete 2025 einen Nettogewinn von über vier Milliarden Dollar.
Risiken und Herausforderungen
Krisen wie der Iran-Krieg beeinflussen die Aktienkurse der Branche, die seit der Corona-Pandemie auf Erholungskurs sind. Zudem belasten gestiegene Treibstoffpreise und Umroutungen die Geschäfte. Langfristige Herausforderungen sind Umweltauflagen, hohe Investitionen in nachhaltige Schiffe und Kritik an Arbeitsbedingungen.
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