Iran-Krieg eskaliert: Ölpreis schießt über 100 Dollar, Börsen stürzen ab
Wichtige Fakten
- • Der Ölpreis stieg erstmals seit 2022 über 100 Dollar, mit Spitzen bei 120 Dollar, und bedroht die Weltwirtschaft.
- • Israel griff Ziele in Isfahan und Beirut an, Iran feuerte Raketen auf Israel ab und verletzte etwa 20 Menschen.
- • Iranische Drohnenangriffe auf Bahrain verletzten 32 Zivilisten und lösten ein Feuer in der einzigen Ölraffinerie aus.
- • Asiens Börsen brachen stark ein: Japans Nikkei fiel über 5%, Südkoreas Kospi über 6% mit Handelspausen.
- • Die G7-Finanzminister beraten über eine Freigabe von Öl aus Notreserven, um den Preisanstieg zu dämpfen.
Militärische Eskalation und regionale Angriffe
Der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran im Nahen Osten eskaliert weiter mit neuen israelischen Angriffen auf Ziele im Zentrum Irans, darunter Kommandozentren in Isfahan, Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentreibwerke. Zudem griff Israel erneut Infrastruktur der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in Beirut an. Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel, bei denen in Tel Aviv und anderen Gebieten Raketenalarm ausgelöst wurde und etwa 20 Menschen verletzt wurden, einige durch Stürze in Schutzräume. Iran setzte dabei erneut international geächtete Streumunition ein. Die Angriffe auf benachbarte Golfstaaten gingen weiter: In Bahrain verletzte ein Drohnenangriff auf die Insel Sitra 32 Zivilisten, darunter Kinder, beschädigte Häuser und löste ein Feuer in der einzigen Ölraffinerie des Landes aus, die den Betrieb einschränken musste. In Saudi-Arabien wurden zwei Menschen durch einen Geschosseinschlag getötet, und ein US-Soldat starb an Verletzungen, wodurch sich die Zahl der gefallenen US-Einsatzkräfte auf sieben erhöhte.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Ölpreisexplosion
Der Krieg treibt den Ölpreis in historische Höhen: Die Nordseesorte Brent stieg erstmals seit 2022 wieder über 100 Dollar pro Barrel, mit Spitzen bei 120 Dollar, was einem Plus von rund 50% seit Kriegsbeginn entspricht. Grund ist die faktische Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel des globalen Ölhandels fließt, was den Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen brachte. Experten wie Bruce Kasman von JPMorgan warnen vor einem Anstieg auf 120 Dollar und einer möglichen globalen Rezession, die das Wirtschaftswachstum um 0,6 Prozentpunkte drücken und die Inflation um einen Prozentpunkt anheben könnte. Katars Energieminister warnte sogar vor Preisen bis 150 Dollar, falls die Förderung am Persischen Golf eingestellt werden muss. Als Folge brachen Asiens Börsen ein: Japans Nikkei-Index fiel über 5%, Südkoreas Kospi über 6% mit einer Handelspause, und auch der DAX droht ein Einbruch von über 2%.
Politische Entwicklungen und internationale Reaktionen
Iran hat mit Mojtaba Khamenei als neuem obersten Führer Hardliner an der Macht bestätigt, während die Kämpfe unvermindert andauern. Die G7-Finanzminister beraten in einer Dringlichkeitssitzung über eine gemeinsame Freigabe von Öl aus Notreserven, koordiniert durch die Internationale Energieagentur, um den Preisanstieg zu dämpfen. US-Präsident Donald Trump verteidigte die hohen Ölpreise als "sehr geringen Preis für Sicherheit und Frieden", während Katar zur Deeskalation aufrief und betonte, Iran müsse alle Angriffe auf nicht beteiligte Länder einstellen. Saudi-Arabien warnte Iran erneut, es werde der "größte Verlierer" sein, falls die Attacken auf arabische Staaten anhalten. Lokal im Iran führten israelische Angriffe auf Öldepots in Teheran zu Benzinknappheit, mit Rationierungen auf 10 Liter pro Tankvorgang und langen Warteschlangen.
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