Erfolgreiche Entschärfung der 250-Kilo-Bombe in Dresden nach Evakuierung von 18.000 Menschen
Wichtige Fakten
- • 250-Kilo-Bombe britischer Bauart aus Zweitem Weltkrieg erfolgreich entschärft
- • Rund 18.000 Anwohner mussten für den Einsatz evakuiert werden
- • Wegen stark beschädigtem Zünder wurde Wasserschneidgerät eingesetzt
- • Notunterkunft in der Messe betreute über 300 Menschen zeitweise
- • Sperrkreis von 1.000 Metern umfasste zahlreiche kulturelle Einrichtungen
Erfolgreiche Entschärfung der Weltkriegsbombe
Die an der Dresdner Carolabrücke gefundene 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Der Einsatz des Kampfmittelbeseitigungsdienstes dauerte etwa zwei Stunden, wobei wegen eines stark verrosteten und verbogenen Zünders ein Wasserschneidgerät zum Einsatz kam. Mehrere präzise Schnitte waren nötig, um den Zünder gefahrlos zu entfernen.
Umfangreiche Evakuierung und Sperrungen
Für die Entschärfung mussten rund 18.000 Anwohner sowie zahlreiche Touristen und Beschäftigte ihre Wohnungen verlassen. Bereits am Morgen hatte die Polizei begonnen, den rund 1.000 Meter großen Sperrkreis um die Fundstelle zu räumen, der gegen Mittag vollständig geräumt war. Der Großeinsatz führte zu zahlreichen Sperrungen in der Innenstadt.
Betroffene Einrichtungen und Notmaßnahmen
Die Evakuierung betraf zahlreiche Einrichtungen, darunter Kitas, Schulen, Pflege- und Seniorenheime, die Semperoper, das Residenzschloss, den Zwinger und andere kulturelle Stätten. In der Notunterkunft an der Messe Dresden wurden zeitweise mehr als 300 Menschen betreut, viele davon aus Pflegeeinrichtungen, mit 35 Einsatzkräften für Betreuung und Versorgung. Die Dresdner Verkehrsbetriebe hatten zusätzliche Shuttle-Linien zur Notunterkunft eingerichtet.
Hintergrund und frühere Funde
Die Bombe wurde bei vorbereitenden Arbeiten für den Neubau der eingestürzten Carolabrücke am Neustädter Elbufer entdeckt. Seit Oktober läuft eine Kampfmittelsondierung an der ehemaligen Carolabrücke, wobei bei den Abrissarbeiten im vergangenen Jahr bereits vier Bombenfunde verzeichnet wurden, darunter eine im August mit 17.000 evakuierten Betroffenen. Für Irritationen sorgte eine KI-Auskunft der Google-Suche, die fälschlicherweise vor der Entschärfung behauptete, die Bombe sei bereits entschärft, woraufhin die Polizei klarstellte, dass dies nicht der Fall sei.
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