Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig - USA beharren auf Seeblockade
Wichtige Fakten
- • Iran hat die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus offiziell zurückgenommen.
- • Die USA halten ihre Seeblockade iranischer Häfen aufrecht, bis ein Friedensabkommen erreicht ist.
- • Die Waffenruhe im Libanon war der ursprüngliche Anlass für Irans Öffnungsankündigung.
- • Verhandlungen unter pakistanischer Vermittlung laufen weiter, eine erste Runde endete ergebnislos.
- • Der iranische Außenamtssprecher wies Trumps Behauptung über Uran-Transfer in die USA zurück.
Zusammenfassung
Iran hat seine Ankündigung, die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen, offiziell rückgängig gemacht und die Meerenge bleibt gesperrt. Das iranische Hauptquartier der Streitkräfte begründete dies mit der anhaltenden Seeblockade der USA gegen iranische Häfen, die als Verstoß gegen die Waffenruhe kritisiert wird. Zuvor hatte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf bereits gedroht, die Durchfahrt nur auf von Iran festgelegten Routen und mit Genehmigung zuzulassen.
Diplomatische Entwicklungen
US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, die Seeblockade aufrechtzuerhalten, bis ein Abkommen mit Iran vollständig abgeschlossen ist, zeigt sich aber optimistisch, dass eine Einigung in den nächsten ein bis zwei Tagen möglich sei. Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden und das iranische Atomprogramm laufen unter Vermittlung Pakistans weiter, wobei eine erste Gesprächsrunde in Islamabad ergebnislos endete. Iran nennt die Aufhebung von Sanktionen und Wiedergutmachung von Kriegsschäden als Bedingungen, während es widersprüchliche Aussagen zur Zusammenarbeit bei der Bergung von angereichertem Uran gibt.
Hintergrund und Auswirkungen
Die ursprüngliche Öffnungsankündigung erfolgte im Rahmen einer zehntägigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon, die am Freitag in Kraft trat. Die erneute Schließung der Straße von Hormus, durch die ein Drittel der weltweiten Düngemittelchemikalien transportiert wird, könnte die Preise für Öl, Düngemittel und Lebensmittel weiter in die Höhe treiben, nachdem eine vorübergehende Öffnung den Ölpreis zuvor von über 119 auf unter 90 Dollar pro Barrel hatte fallen lassen. Experten warnen vor anhaltenden Engpässen, da viele Schifffahrtsunternehmen die Passage aufgrund unklarer Minenbedrohungen meiden.
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