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International 13.03.2026, 08:22 Aktualisiert: 13.03.2026, 18:09

Kubas humanitäre Krise verschärft sich durch US-Ölblockade

US-Präsident Trump blockiert seit drei Monaten alle Öllieferungen nach Kuba.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump blockiert seit drei Monaten alle Öllieferungen nach Kuba.
  • Mexiko lieferte 1.200 Tonnen Grundnahrungsmittel, aber kein Öl aus Angst vor US-Zöllen.
  • Ständige Stromausfälle lassen Müllberge wachsen und Schulen ohne Wasser schließen.
  • Kubas Präsident Díaz-Canel bestätigte offizielle Gespräche mit den USA zur Blockade.
  • Experten warnen vor humanitärer Katastrophe ohne internationale Intervention gegen US-Politik.

Verschärfte humanitäre Krise durch US-Ölblockade

Seit drei Monaten unterbindet US-Präsident Donald Trump alle Öllieferungen nach Kuba, was zu drastischen Energieengpässen führt. Die Folgen für die Bevölkerung sind schwerwiegend: Stromausfälle sind alltäglich, die Müllabfuhr fehlt Treibstoff, und Schulen sowie Krankenhäuser sind ohne fließend Wasser. Mexiko lieferte kürzlich 1.200 Tonnen Grundnahrungsmittel wie Milchpulver und Bohnen, aber Öl darf nicht geliefert werden, da die USA mit Zöllen drohen. Die kubanische Regierung führt die Krise auf das seit über 60 Jahren bestehende Handelsembargo zurück und hat Sparmaßnahmen verhängt, während die Infrastruktur veraltet ist.

Diplomatische Gespräche und interne Spannungen

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bestätigte in einer Fernsehansprache, dass kubanische Beamte offizielle Gespräche mit der US-Regierung geführt haben, um Lösungen für die Blockade zu finden. Er betonte, dass seit drei Monaten keine Öllieferungen auf der Insel angekommen seien. Trotz der Gespräche verschärft sich die Lage weiter: In Westkuba führte ein massiver Stromausfall dazu, dass Millionen Menschen ohne Strom waren, und die Regierung musste Zehntausende Operationen verschieben. Gleichzeitig erlaubt Kuba erstmals seit fast 60 Jahren Joint Ventures zwischen privaten und staatlichen Unternehmen, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen.

Alltägliche Not und internationale Reaktionen

Die täglichen Auswirkungen sind verheerend: In Havanna und anderen Landesteilen türmen sich Müllberge, da die Müllabfuhr keinen Treibstoff hat. Schulen bleiben geschlossen, weil es kein Wasser gibt, und viele Kubaner kochen mit Holz und Kohle, da die Stromversorgung unzuverlässig ist. Experten wie Bert Hoffmann vom GIGA-Institut warnen, dass Kuba ohne Benzin und Diesel auf eine humanitäre Katastrophe zusteuert. Er fordert mehr internationalen Protest, insbesondere von Europa, gegen die US-Politik, die er als unmenschlich bezeichnet. Ohne Druck auf die USA drohen langfristige Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung.

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