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Kultur 06.03.2026, 22:25

Leitung der National Symphony Orchestra verlässt Kennedy Center nach politischen Einflussnahmen

Jean Davidson verlässt die National Symphony Orchestra nach nur einem Jahr.

Wichtige Fakten

  • Jean Davidson verlässt die National Symphony Orchestra nach nur einem Jahr.
  • Sie wechselt zum Wallis Annenberg Center for the Performing Arts in Los Angeles.
  • Trump hat das Kennedy Center zum Ziel im Kampf gegen 'woke' Kultur gemacht.
  • Viele Künstler haben bereits Auftritte am Kennedy Center abgesagt.
  • Trump plant eine zweijährige Schließung des Zentrums für Umbauten.

Wechsel nach Los Angeles

Jean Davidson, die Exekutivdirektorin der National Symphony Orchestra (NSO) am Kennedy Center in Washington, verlässt ihre Position nach nur einem Jahr, um das Wallis Annenberg Center for the Performing Arts in Los Angeles zu leiten. In einer Erklärung begründete sie ihren Wechsel mit "externen Kräften, die jenseits meiner Kontrolle liegen", was auf politischen Druck hindeutet.

Politische Einflussnahmen unter Trump

Seit Donald Trump begonnen hat, Einfluss auf das renommierte Kennedy Center zu nehmen, gab es mehrere Abgänge. Trump hat die frühere Führung ersetzt und einen handverlesenen Vorstand eingesetzt, der die Umbenennung in "Trump Kennedy Center" beschloss – ein Schritt, der laut Experten eigentlich vom Kongress initiiert werden müsste. Zudem kündigte Trump an, das Zentrum für zweijährige Bauarbeiten zu schließen.

Künstlerboykott und finanzielle Säuberung

Infolge der politischen Entwicklungen haben zahlreiche Künstler wie Renée Fleming und Philip Glass Auftritte abgesagt, und die Washington National Opera beendete ihre jahrzehntelange Residenz. Richard Grenell, Präsident des Kennedy Centers, lobte Davidsons Arbeit bei der Gewinnung neuer Spender und der "Säuberung des finanziellen Chaos" am Zentrum.

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