Lücken im Finanzwissen: OECD-Kampagne und neue Plattform sollen Bildung stärken
Wichtige Fakten
- • Nur 30% der Deutschen halten ihr Finanzwissen für gut oder sehr hoch.
- • OECD startet 'Global Money Week' zur Förderung der Finanzbildung junger Menschen.
- • Neue Plattform 'Finanzen erleben in Frankfurt' bündelt Bildungsangebote neutral.
- • Ältere Menschen haben im Durchschnitt deutlich mehr Schulden als Jüngere.
- • Finfluencer und Institutionen bieten Wissen, doch Unabhängigkeit ist kritisch zu prüfen.
Zusammenfassung
In Deutschland bestehen erhebliche Lücken im Finanzwissen, wie eine Umfrage von Finanztip zeigt, bei der nur 30% der Deutschen ihr Wissen in Bereichen wie Bank, Börse oder Bauen als hoch einschätzen. Die Industrieländer-Organisation OECD hat die 'Global Money Week' gestartet, eine Kampagne zur Stärkung der finanziellen Bildung junger Menschen, die an Orten wie der Deutschen Börse eröffnet wurde. Fachleute wie Carmela Aprea, Professorin für Wirtschaftspädagogik, betonen, dass insbesondere bei komplexen Themen wie Altersvorsorge oder Kreditaufnahme Defizite auftreten.
Initiativen und Herausforderungen
Um diese Wissenslücken zu schließen, gibt es zahlreiche Initiativen von Finfluencern, Verbraucherzentralen und Finanzinstituten, doch nicht alle Angebote sind unabhängig, weshalb Experten zur kritischen Prüfung raten. In Frankfurt wurde die Plattform 'Finanzen erleben in Frankfurt' vom Hessischen Finanzministerium, der DZ Bank Stiftung und Frankfurt Main Finance ins Leben gerufen, um Programme verschiedener Anbieter neutral zu bündeln und sichtbarer zu machen. Oliver Behrens, Präsident von Frankfurt Main Finance, erklärt, dass dies notwendig sei, da Finanzwissen oft nicht in Familien weitergegeben werde.
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