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International 03.08.2026, 02:19 Aktualisiert: 03.08.2026, 06:02

Massive Attack nach Palästina-Flagge in Singapur mit Auftrittsverbot belegt

Massive Attack bei Auftritt in Singapur mit Palästina-Flagge festgehalten.

Wichtige Fakten

  • Massive Attack bei Auftritt in Singapur mit Palästina-Flagge festgehalten.
  • Bandmitglieder befragt, Pässe zeitweise beschlagnahmt.
  • Einreise- und Auftrittsverbot für Robert Del Naja und Grant Marshall.
  • Verstoß gegen Gesetze zu ausländischen Flaggen und öffentlicher Ordnung.
  • Band zeigt sich überrascht, verweist auf Anerkennung Palästinas durch 157 Staaten.

Auftrittsverbot und Ermittlungen

Die britische Band Massive Attack ist nach der Zurschaustellung einer palästinensischen Flagge bei einem Konzert in Singapur mit einem Auftrittsverbot belegt worden. Die Musiker Robert Del Naja und Grant Marshall wurden nach dem Auftritt im Star Theatre von der Polizei festgehalten, getrennt verhört und ihre Hotelzimmer durchsucht. Ihre Pässe wurden vorübergehend beschlagnahmt. Die Behörden verhängten zudem eine Einreisesperre und erteilten „ernste Verwarnungen" wegen Verstößen gegen das Foreign National Emblems Act und den Public Order Act.

Reaktion der Band

In einem Instagram-Post äußerten sich die Musiker überrascht, dass das Hochhalten einer Flagge eines von 157 Staaten anerkannten souveränen Landes gegen Gesetze verstoßen könnte. Sie betonten, dass sie „stolz" auf die Solidaritätsbekundung mit ihren Fans in Singapur seien, die „organisch" Proteste wie „Free Palestine" angestimmt hätten, und unterstrichen die Notwendigkeit, Meinungsfreiheit und die Anliegen der Palästinenser zu verteidigen.

Kontext und vorherige Vorfälle

Singapur verfolgt eine strikte Linie gegenüber ausländischen politischen Symbolen, um die soziale und religiöse Harmonie zu wahren. Bereits früher wurden Personen bestraft, die Unterstützung für Palästina zeigten. Del Naja war zuvor in London bei einer Demonstration gegen die Verbannung einer Palästina-Gruppe festgenommen worden. Die Behörden verteidigen ihr Vorgehen als notwendig, um Konflikte von außen fernzuhalten.

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