Massiver Stellenabbau bei DB Cargo: Fast die Hälfte der Jobs soll wegfallen
Wichtige Fakten
- • DB Cargo will 6.200 von 14.000 Stellen streichen, fast die Hälfte der Belegschaft.
- • Die Gütersparte der Deutschen Bahn schreibt hohe Verluste, 96 Millionen Euro operativer Verlust im ersten Halbjahr 2025.
- • Ein EU-Verfahren verbietet der Bahn, Verluste auszugleichen; DB Cargo muss bis Ende 2026 profitabel werden.
- • Vorstandschef Bernhard Oswald plant Sparmaßnahmen, um rund eine Milliarde Euro einzusparen.
- • Der Fokus soll verstärkt auf europäischem Ausland liegen, da die Nachfrage in Deutschland sinkt.
Stellenabbau und Sparauflagen
Bei DB Cargo, der Gütersparte der Deutschen Bahn, sollen 6.200 Stellen gestrichen werden, was fast die Hälfte der aktuell 14.000 Vollzeitstellen betrifft. Vorstandschef Bernhard Oswald will damit Sparauflagen umsetzen, um das Unternehmen wieder in die Spur zu bringen. Die Stellenkürzungen betreffen fast alle Bereiche, einschließlich Fahrbetrieb, Disposition, Planung, Administration, Vertrieb und IT.
Hintergrund der Krise
DB Cargo schreibt seit Jahren rote Zahlen, mit einem operativen Verlust von 96 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Ein EU-Verfahren verbietet der Deutschen Bahn, Verluste der Tochtergesellschaft auszugleichen, sodass DB Cargo bis Ende 2026 profitabel werden muss. Scheitert der Umbau, droht eine Zerschlagung des Unternehmens. Die Nachfrage von Hauptkunden in Deutschland, insbesondere aus den Sektoren Auto, Chemie und Stahl, ist rückläufig, während Konkurrenten bereits 60 Prozent des Geschäfts im Güterbereich ausmachen.
Strategische Neuausrichtung
Oswald hat eine Strategie bis 2030 vorgelegt, die neben dem Stellenabbau auch Produktivitätssteigerungen und eine schlankere Verwaltung umfasst, um rund eine Milliarde Euro einzusparen. Der Fokus soll verstärkt auf europäischem Ausland liegen, mit dem Ziel, DB Cargo zum führenden europäischen Schienenlogistiker auszubauen. Zudem sind Einsparungen im Einzelwagenverkehr und Schließungen von Instandhaltungswerken geplant, wobei diese Sparte weiterhin auf Bundesförderung angewiesen sein wird.
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