Meta führt KI-basierte Alterskontrolle in der EU ein
Wichtige Fakten
- • Meta führt KI zur Alterserkennung in EU, USA und Großbritannien ein.
- • KI analysiert Bilder, Videos und Kommentare auf Kinderhinweise.
- • Betroffene können durch Ausweisnachweis Widerspruch einlegen.
- • EU-Kommission erwägt eigene europaweite App zur Altersprüfung.
- • Meta-Chatbot darf Minderjährige in romantische Gespräche verwickeln.
Der Meta-Konzern führt in der EU, den USA und Großbritannien eine KI-basierte Technologie ein, um Minderjährige unter 13 Jahren auf Instagram und Facebook zu erkennen. Die Software analysiert nicht nur Profilinformationen, sondern auch Bilder, Kommentare und Videos. Erkennt die KI etwa Geburtstagsfeiern oder Glückwünsche zum elften Geburtstag, wird das Konto als potenziell minderjährig eingestuft und bei Bestätigung gelöscht. Betroffene können Widerspruch einlegen und ihr Alter durch Ausweisdokumente nachweisen.
Die EU-Kommission hat Meta vorgeworfen, Kinder nicht ausreichend zu schützen. Vizepräsidentin Henna Virkkunen plant eine eigene App zur Altersprüfung. In mehreren EU-Ländern wie Frankreich, Spanien und Österreich wird über gesetzliche Alterssperren diskutiert. Die EU setzt jedoch auf technische Verifikation anstelle von Verboten. Parallel laufen Gerichtsverfahren gegen die Branche wegen mangelnder Bekämpfung von KI-generierten sexuellen Bildern und suchtförderndem App-Design.
Recherchen von Reuters zufolge gestattete Meta seinem KI-Chatbot, mit Minderjährigen romantische oder sinnliche Gespräche zu führen, wofür die Journalisten den Pulitzer-Preis erhielten. Die Einführung der KI-Alterskontrolle könnte Brüssels Haltung zu Meta beeinflussen.
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