Miami-Prozess zu Jovenel Moïses Ermordung beginnt mit gegensätzlichen Darstellungen
Wichtige Fakten
- • Vier Männer in Miami wegen Verschwörung zur Ermordung von Haitis Präsident Jovenel Moïse angeklagt.
- • Moïse wurde im Juli 2021 von ausländischen Söldnern in Haiti getötet.
- • Die Anklage wirft Gier und Machtstreben vor, die Verteidigung spricht von Manipulation.
- • Die Planung erfolgte laut US-Behörden größtenteils in Südflorida.
Prozessauftakt in Miami
In Miami haben die Eröffnungsplädoyers im Prozess gegen vier Männer begonnen, die der Verschwörung zur Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse im Jahr 2021 beschuldigt werden. Die Anklage wirft Arcangel Pretel Ortíz, Antonio Intriago, Walter Veintemilla und James Solages vor, aus Gier und Machtstreben gehandelt zu haben, während die Verteidigung von einer manipulierten Untersuchung und einem internen Putsch spricht.
Hintergründe und Ermittlungen
Moïse wurde am 7. Juli 2021 von etwa zwei Dutzend ausländischen Söldnern, überwiegend aus Kolumbien, in seinem Haus nahe Port-au-Prince getötet. Laut US-Behörden wurde die Tat in Südflorida geplant und finanziert, wobei die Angeklagten über Firmen wie die Counter Terrorist Unit (CTU) und Worldwide Capital Lending Group agierten. Die Verschwörer zielten ursprünglich darauf ab, Moïse durch Christian Sanon zu ersetzen, wechselten später aber zu Wendelle Coq Thélot.
Auswirkungen und weitere Verfahren
Die Ermordung führte zu beispielloser Instabilität in Haiti, mit zunehmender Gewalt durch Gangs. In den USA haben bereits fünf Personen Schuldbekenntnisse abgelegt und erhalten lebenslange Haftstrafen, während in Haiti die Verfahren gegen 17 kolumbianische Soldaten und drei haitianische Beamte aufgrund von Gewalt und einem maroden Justizsystem ins Stocken geraten sind.
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