Anschlag in Monaco: Spur führt nach Deutschland und Italien
Wichtige Fakten
- • Anastasiia Berezovska, 39, per Interpol-Red-Notice gesucht.
- • Die Verdächtige verkleidete sich als Mann.
- • Vadym Iermolaiev ist nicht mehr in Lebensgefahr.
- • Der Partnerin wurden beide Beine amputiert.
- • Ermittler prüfen mögliche Mittäter.
Anschlag in Monaco: Hauptverdächtige international gesucht
Nach dem Bombenanschlag auf einen ukrainischen Multimillionär in Monaco hat die Polizei eine Hauptverdächtige ermittelt und fahndet international nach ihr. Die 39-jährige Ukrainerin Anastasiia Berezovska, die Deutsch spricht und sich als Mann verkleidet hatte, wird per internationalem Haftbefehl gesucht. Interpol gab einen roten Hinweis heraus. Die Tat ereignete sich am späten Montagabend, als eine Paketbombe im Eingang eines Wohnhauses explodierte und drei Menschen verletzte.
Opfer: Sanktionierter Oligarch mit Verbindungen zur Krim
Bei den Verletzten handelt es sich nach Informationen der Ermittler um den 58-jährigen Geschäftsmann Vadym Iermolaiev, seine Partnerin und deren 13-jährigen Sohn. Iermolaiev, ursprünglich aus der Ukraine, besitzt die zypriotische Staatsbürgerschaft und steht seit 2023 unter ukrainischen Sanktionen wegen seiner Geschäfte auf der von Russland annektierten Krim. Der Mann ist nicht mehr in Lebensgefahr, die Partnerin schwebt weiterhin in kritischem Zustand. Medienberichten zufolge mussten ihr beide Beine amputiert werden. Der Sohn wurde leicht verletzt.
Ermittlungen: Komplott und Fluchtroute
Die maskierte Verdächtige hatte das Paket abgelegt und war dann zu Fuß nach Frankreich geflüchtet. Sie mietete ein Auto in Deutschland und reiste über Italien zurück nach Frankfurt, wo sie zuletzt gesehen wurde. Am Freitag durchsuchten hessische Polizeikräfte ihre Wohnung im Main-Taunus-Kreis und stellten ein Fahrzeug sicher. Monaco-Staatsanwalt Stéphane Thibault und Vize-Staatsanwalt Morgan Raymond betonten, der Sprengkörper sei komplex gewesen und Berezovska habe als Mann verkleidet gehandelt; die Ermittler prüfen ein Netzwerk. Zwei Personen wurden bereits festgenommen, mangels Beweisen jedoch wieder freigelassen.
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