Monatserster: Börsenzauber mit statistischem Rückenwind
Wichtige Fakten
- • Seit den 1950ern steigt S&P-500 am Monatsersten um 0,18%.
- • Dax-Performance liegt mit 0,15-0,25% ähnlich.
- • Ursache: Gehaltszahlungen und Sparpläne am Monatsersten.
- • Turn-of-the-Month-Effekt umfasst letzten und erste drei Tage.
- • Trump-Zeit erschwert saisonale Strategien durch externe Schocks.
Am 1. Juni 2026 zeigt sich an den Börsen erneut der sogenannte Monatsanfangs-Effekt. Dieses statistisch gut belegte Phänomen besagt, dass Aktienkurse am ersten Handelstag eines Monats häufiger steigen. Grund sind vor allem Gehaltszahlungen zum Monatsende, die Anlegern frisches Kapital geben, sowie automatisierte Sparkäufe in Aktien und Fonds, die häufig zum 1. des Monats ausgeführt werden.
Der S&P 500 weist seit den 1950er Jahren am Monatsersten im Schnitt ein Plus von 0,18 Prozent auf – etwa fünfmal so viel wie an normalen Tagen. Der Dax zeigt mit 0,15 bis 0,25 Prozent ähnliche Ergebnisse. Beide Indices profitieren auch vom erweiterten „Turn-of-the-Month“-Effekt (TOM), der die letzten und ersten Handelstage eines Monats einschließt.
Heute fügt sich der Dax mustergültig in dieses Muster ein und notiert im frühen Nachmittag rund 0,5 Prozent höher, ohne besondere impulsliefernde Nachrichten aus Wirtschaft oder Politik. Börsenprofis nutzen solche Saisonalitäten für kurzfristige Strategien, müssen sie aber gegen aktuelle externe Risiken abwägen – wie etwa Überraschungen aus dem Weißen Haus unter Donald Trump.
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