Tories verteidigen Kandidatur von Ex-Neonazi Bonehill-Paine in Somerset
Wichtige Fakten
- • Bonehill-Paine wurde 2015 zu drei Jahren Haft verurteilt wegen antisemitischer Beiträge.
- • 2016 verurteilt wegen rassistischer Belästigung von Luciana Berger.
- • Badenoch verteidigt Kandidatur mit Verweis auf Resozialisierung und Antisemitismus-Bekämpfung.
- • Jüdische Gruppen und Labour kritisieren die Entscheidung scharf.
- • Bonehill-Paine sagt, er habe sich nach Bibellektüre im Gefängnis radikalisiert.
Umstrittene Kandidatur in Somerset
Die Konservative Partei in Großbritannien steht erneut in der Kritik: Joshua Bonehill-Paine, ein ehemaliger Neonazi, der wegen antisemitischer Hetze und Belästigung verurteilt wurde, soll für die Tories bei der Somerset Council-Wahl im nächsten Jahr kandidieren. Die Partei hat jüdischen Organisationen ein Treffen mit dem Kandidaten angeboten, um Bedenken direkt zu besprechen.
Parteichefin verteidigt Rehabilitation
Kemi Badenoch verteidigt die Entscheidung: Bonehill-Paine habe seine Strafe verbüßt und arbeite nun als Deradikalisierungsexperte. Badenoch betont, dass seine Verbrechen „abscheulich“ gewesen seien, aber er sei „mehr als reumütig“ und unterstütze nun den Kampf gegen Antisemitismus. Sie vergeistigt jedoch deutlich höhere Hürden für Kandidaten zum Parlament als für lokale Ämter.
Scharfe Kritik von Jüdischen Gruppen und Oppsosition
Luciana Berger, die frühere Labour-Abgeordnete, verurteilt die Entscheidung mit deutlichen Worten: „Wir brauchen eine Barriere, wenn es um öffentliche Ämter geht“, sagte sie. Jüdische Organisationen wie der Board of Deputies of British Jews lehnen das Gesprächsangebot ab und fordern den Rückzug des Kandidaten. Auch Labour und Liberaldemokraten kritisieren die Kandidatur scharf und sprechen von einer „Schande“.
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