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International 27.08.2026, 04:31 Aktualisiert: 27.08.2026, 08:01

Nepal-Tibet: Mehr als 165 Tote bei Sturzflut – Hunderte Vermisste, auch Deutsche

Mindestens 168 Tote bei Sturzflut in Nepal-Tibet-Grenzregion.

Wichtige Fakten

  • Mindestens 168 Tote bei Sturzflut in Nepal-Tibet-Grenzregion.
  • Über 1300 Menschen werden vermisst, darunter 644 Touristen.
  • Acht Deutsche unter den Vermissten, laut Touristbehörde AFP.
  • Auslöser war ein glazialer Kollaps, kein Erdbeben laut USGS.
  • 77 Briten, 65 US-Bürger, 178 Inder unter den vermissten Touristen.

Verheerende Flutwelle fordert viele Todesopfer

Bei einer gewaltigen Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet sind nach aktuellem Stand mindestens 168 Menschen ums Leben gekommen. Die nepalesischen Behörden gehen von Hunderten weiteren Vermissten aus, die Zahl werde noch steigen, wie der ARD-Korrespondent Markus Spieker betont. Die Flutwelle, ausgelöst durch einen Gletschaabbruch, zerstörte Dörfer, Brücken und Straßen und hat große Verwüstung hinterlassen. Ganze Dörfer seien ausgelöscht und nicht wiederzuerkennen, berichten Augenzeugen und Rettungskräfte. König Schutz und Verkehrsinfrastruktur sind vielerorts zusammengebrochen, was die Rettungsarbeiten extrem erschwert.

Ursache wissenschaftlich geklärt

Nach anfänglichen Vermutungen eines Erdbebens als Auslöser, hat die US-Erdbebenwarte USGS klar gestellt: Die seismischen Signale, die zunächst als Beben der Stärke 4,4 interpretiert wurden, stammen von einem enormen Erdrutsch und Gletscherabbruch. Die Ursache liege höchstwahrscheinlich in einem abrupten Abbrechen eines Eisblocks, der einen mehrere Kilometer langen Bergsturz in die Tiefe rasen ließ und eine Schlammlawine generierte, die ganze Dörfer unter sich begrub. Die Epizentren-Analyse sagt eindeutig einen glazialen Kollaps. Dies stärkt die Klimawandel-Theorie, da steigende Temperaturen die Gletscher im Himalaya destabilisieren.

Internationale Hilfe läuft an

Internationale Gemeinschaft hat reagiert: Die USA haben 500.000 Dollar Soforthilfe zugesagt, UN-Generalsekretär Guterres sprach den Opfern sein Beileid aus und versprach Unterstützung. Chinas Präsident Xi Jinping ordnete Rettungsmaßnahmen an. Besonders betroffen ist auch der Tourismus – Hunderte ausländische Touristen, darunter 33 Briten, 65 US-Amerikaner und 178 Inder werden vermisst. Auch acht Deutsche sind unter den rund 1.300 Vermissten. Wanderer und Pilger in der Himalaya-Region waren von der Katastrophe überrascht. Das Auswärtige Amt steht in Kontakt mit Nepals Behörden, konkrete deutsche Opfer sind jedoch noch nicht bestätigt.

Zerstörung und Herausforderungen der Rettung

Die Katastrophe hat 19 Brücken zerstört, und die Suche nach Überlebenden ist schwierig. Wegen abgeschnittener Straßen kämpfen Rettungskräfte darum, entlegene Gebirgsdörfer zu erreichen. 7.400 Retter sind im Einsatz, bisher konnten 240 Menschen gerettet werden. Meteorologen warnen, dass durch den hohen Hang, weitere Erdrutsche drohen könnten. Nepal ist von der Katastrophe fassungslos – der Premierminister zeigt sich zutiefst schockiert über das Leid das die Naturkatastrophe verursacht hat.

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