Netanjahu kündigt verschärfte Angriffe auf Hisbollah an
Wichtige Fakten
- • Netanjahu erklärte Israel befinde sich im Krieg mit der Hisbollah.
- • Hisbollah griff israelische Kasernen und Stützpunkte im Norden an.
- • Israel weitete Luftangriffe auf Bekaa-Ebene und Süden aus.
- • Seit Waffenruhe 16. April starben in Libanon über 400 Menschen.
- • Far-right Minister fordern Bombardierung Beiruts und weitere Eskalation.
Verschärfung der Kämpfe nach Drohnenangriffen
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Montag eine Verschärfung der Angriffe auf die Hisbollah im Libanon angekündigt. In einer Videobotschaft erklärte er, Israel befinde sich im Krieg mit der Miliz und habe zum Ziel, diese zu zerschlagen. Grund seien anhaltende Drohnen- und Raketenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels. Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen in der Bekaa-Ebene und im Süden des Libanon, bei denen mindestens drei Menschen getötet wurden. Zivile Evakuierungen wurden angeordnet.
Brüchige Waffenruhe weiter unter Druck
Erst Mitte April war eine zunächst 45-tägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon vereinbart worden, die Anfang Mai verlängert wurde. Beide Seiten beschuldigen sich jedoch gegenseitig, die Vereinbarung zu verletzen. Trotz der Vereinbarung kam es immer wieder zu Gefechten. Hisbollah erkennt die Waffenruhe nicht an. Seit deren Abschluss wurden israelischen Angaben zufolge zehn Soldaten getötet, die Weltgesundheitsorganisation meldet über 400 Tote auf libanesischer Seite.
Politischer Druck und iranische Vermittlung
Innenpolitisch gerät Netanjahu durch Forderungen rechtsextremer Minister wie Smotrich und Ben Gvir unter Druck, die eine harte Offensive verlangen. Iran stellt Bedingungen für ein Abkommen mit den USA, das eine vollständige Waffenruhe an allen Fronten einschließen solle. Die israelische Regierung lehnt ein Ende der Kämpfe gegen Hisbollah ab. Libanons Präsident Aoun fordert einen vollständigen israelischen Abzug aus dem Süden des Landes.
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