Netanjahu verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland
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Wichtige Fakten
- • Israelische Siedler attackierten Palästinenser in Kusra und Dschalud.
- • Netanjahu verurteilte die Gewalt als kriminell und imageschädigend.
- • Die Täter blockierten Häuser und schnitten Bewohner von Versorgung ab.
- • Vier europäische Staaten forderten Israel auf, Siedlungspläne aufzugeben.
Wieder Gewalt im Westjordanland
In dem seit Wochen von israelischen Siedlern belagerten Dorf Kusra im Westjordanland ist es erneut zu Gewalttaten gekommen. Dutzende Siedler attackierten am Samstag palästinensische Bewohner, woraufhin es zu Steinwürfen und Zusammenstößen kam. Auch im benachbarten Dorf Dschalud wurden eine palästinensische Familie und ein begleitendes ausländisches Medienteam angegriffen. Palästinenser berichteten von Verletzten, während die Siedler sich zeitweise in einem palästinensischen Haus verbarrikadierten.
Netanjahus ungewöhnliche Kritik
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu verurteilte die Angriffe in einer selten scharfen Erklärung als "kriminelle Gewalttaten" einer "Handvoll Randalierer". Er betonte, die Täter verstießen gegen das Gesetz und schadeten Israels Ansehen in der Welt. Öffentliche Kritik Netanjahus an gewalttätigen Siedlern ist ungewöhnlich – dies deutet auf eine wachsende Sorge um die internationale Reputation hin. Die israelische Armee bestätigte Berichte über verbarrikadierte Siedler und gewaltsame Auseinandersetzungen.
Anhaltende Spannungen und internationale Reaktionen
Die Lage in Kusra ist seit Anfang August angespannt. Siedler belagerten mehrere Häuser und schnitten Bewohner von Versorgungsgütern ab. Vor einer Woche hatten vier europäische Staaten Israel aufgefordert, umstrittene Siedlungspläne im Westjordanland aufzugeben. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen äußerten sich besorgt über die Zunahme der Siedlergewalt und fordern Schutz für palästinensische Zivilisten.
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