Neue Gewalt in Südsudan: Tausende auf der Flucht vor Kämpfen in Jonglei
Wichtige Fakten
- • Über 280.000 Menschen wurden durch Kämpfe in Jonglei vertrieben.
- • Die UN dokumentierte allein im Januar 189 zivile Todesopfer.
- • 60% der zwei Millionen Einwohner Jongleis sind von Hunger betroffen.
- • Regierungstruppen und SPLA-IO kämpfen um Kontrolle von Territorium.
- • Der Friedensvertrag von 2018 ist kaum umgesetzt, Spannungen nehmen zu.
Eskalation der Gewalt
Im Südsudan sind Tausende Menschen aus der Region Jonglei geflohen, wo sich Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der oppositionellen SPLA-IO verschärft haben. Die Armee intensiviert Angriffe, um Kontrolle zurückzugewinnen, während die UN vor einer Rückkehr zum vollen Bürgerkrieg warnt. Allein im Januar dokumentierte die UN 189 zivile Todesfälle durch Luftangriffe, gezielte Tötungen und andere Gewalt.
Humanitäre Krise
Über 280.000 Menschen wurden vertrieben, viele suchen Schutz in Dörfern wie Duk, wo Hilfsorganisationen Nahrung und Medizin bereitstellen. In Jonglei leiden 60% der zwei Millionen Einwohner unter Hunger, landesweit benötigen 10 von 14 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe. Die schlechte Infrastruktur und Regenzeiten erschweren Hilfslieferungen erheblich.
Politische Hintergründe
Die Gewalt wurzelt im Konflikt zwischen Präsident Salva Kiir und seinem abgesetzten Vizepräsidenten Riek Machar, dessen Anhänger die SPLA-IO bilden. Ein Friedensabkommen von 2018 wurde kaum umgesetzt, ethnische Spannungen und sporadische Gewalt nehmen zu. Machar sitzt unter Hausarrest, während seine Frau und andere Regierungsmitglieder entlassen wurden.
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