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International 22.02.2026, 11:56 Aktualisiert: 22.02.2026, 18:03

Neue Proteste im Iran nach Ende der 40-tägigen Trauerzeit

Bei Gedenkfeiern für Tausende Tote kam es zu neuen Protesten.

Wichtige Fakten

  • Bei Gedenkfeiern für Tausende Tote kam es zu neuen Protesten.
  • An der Sharif-Universität in Teheran gerieten Regimekritiker und -anhänger aneinander.
  • Sicherheitskräfte setzten in Abdanan Tränengas gegen Demonstranten ein.
  • Menschenrechtsorganisationen zählten mehr als 7.000 Tote bei den Januar-Protesten.

Proteste nach Trauerzeit

Nach dem Ende der traditionellen 40-tägigen Trauerzeit für Tausende Tote, die Anfang Januar bei der Niederschlagung von Massenprotesten im Iran getötet wurden, kam es erneut zu Demonstrationen. Bei Gedenkfeiern im ganzen Land versammelten sich mehrere Hundert Menschen, die regierungskritische Slogans skandierten.

Auseinandersetzungen an Universitäten

Zum Semesterstart gab es an mehreren Universitäten Proteste gegen das Regime. An der Sharif-Universität in Teheran gerieten Regimekritiker, die "Schande" riefen, und Regime-Anhänger, die Nationalflaggen schwenkten, aneinander. Aus anderen Landesteilen wurden ebenfalls neue Proteste gemeldet.

Gewalt und Opferzahlen

Das Regime war Anfang Januar brutal gegen Massenproteste vorgegangen. Die Organisation Human Rights Activists News Agency zählte mehr als 7.000 Tote, während die iranische Regierung von 3.117 Toten sprach und viele als Terroristen bezeichnete. Bei aktuellen Protesten in Abdanan setzten Sicherheitskräfte aus gepanzerten Fahrzeugen Tränengas ein.

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