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Wirtschaft 17.03.2026, 11:55

Neuer Schufa-Score: Mehr Transparenz, aber nicht alle Probleme gelöst

Der neue Schufa-Score basiert auf nur 12 transparenten Kriterien.

Wichtige Fakten

  • Der neue Schufa-Score basiert auf nur 12 transparenten Kriterien.
  • Verbraucher können ihren Score online einsehen und berechnen.
  • Lange Geschäftsbeziehungen und geringe Umzugshäufigkeit verbessern den Score.
  • Jüngere und Zugezogene sind im System benachteiligt.
  • Die Einführung erfolgt schrittweise über fast drei Jahre.

Transparenzoffensive der Schufa

Die Schufa hat nach jahrelanger Kritik an ihrer undurchsichtigen Bewertungsmethode einen neuen Score eingeführt, der auf nur zwölf Kriterien basiert und für Verbraucher online einsehbar und nachvollziehbar ist. Laut Schufa-Chefin Tanja Birkholz ist dies ein weltweit einmaliger Schritt, der Mythen wie die Berücksichtigung von Adressdaten widerlegt und Verbrauchern ermöglicht, ihre Kreditwürdigkeit besser zu verstehen.

Grenzen der Reform

Trotz der Transparenz bleiben Schwächen bestehen: Verbraucherschützer wie Katharina Lawrence von der Verbraucherzentrale Hessen kritisieren, dass Zugezogene und jüngere Menschen benachteiligt werden, da Faktoren wie Umzugshäufigkeit und fehlende langjährige Geschäftsbeziehungen den Score negativ beeinflussen. Zudem wird der neue Score erst schrittweise über fast drei Jahre eingeführt, während die meisten Unternehmen vorerst den alten Score nutzen.

Reaktionen und Ausblick

Die Schufa argumentiert, dass ihre Kriterien statistisch belegt seien, ähnlich wie bei Autoversicherungen für Fahranfänger, und dass Verbraucher fehlerhafte Einträge nun leichter melden können. Allerdings wird die Reform auch als Marketing-Erfolg gesehen, der die Schufa als verbraucherfreundlich darstellt, ohne alle strukturellen Probleme zu lösen.

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