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Wissen 17.03.2026, 16:12 Aktualisiert: 17.03.2026, 23:08

Neuroathletik: Wie das Gehirn die körperliche Leistung steuert

Neuroathletik trainiert das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Körper.

Wichtige Fakten

  • Neuroathletik trainiert das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Körper.
  • Ziel ist es, Sinnesinformationen zu optimieren für sichere Bewegungen.
  • Sie wird in Spitzensport, Rehabilitation und Therapie eingesetzt.
  • Das Gehirn trifft Vorhersagen, die Bewegungen steuern und anpassen.
  • Individuelle Diagnostik ist entscheidend für den Trainingserfolg.

Zusammenfassung

Neuroathletik ist ein Trainingsansatz, der das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Körper in den Vordergrund stellt. Anders als klassische Methoden konzentriert sie sich auf die Optimierung von Sinnesinformationen, die das Gehirn erhält, um Bewegungen präziser und effizienter zu steuern. Dies basiert auf der Theorie des Predictive Coding, bei der das Gehirn Vorhersagen trifft und mit Echtzeitdaten abgleicht, um Bewegungen anzupassen.

Anwendung und Forschung

Die Methode wird in Spitzensport, Therapie und Rehabilitation eingesetzt, beispielsweise vom Deutschen Fußball-Bund und Para-Weitspringer Markus Rehm, um Reaktionsfähigkeit und Koordination zu verbessern. Studien zeigen, dass Neuroathletik besonders wirksam ist, wenn sie individuell diagnostiziert wird, etwa bei Verletzungen wie dem vorderen Kreuzband, wo neurokognitive Übungen die Rehabilitation unterstützen. Die Forschung ist jedoch komplex, da das menschliche Gehirn sehr individuell ist, was standardisierte Ansätze erschwert.

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