Nowak-Mord: Lammy stellt sich gegen Vance – Streit um Migration und Polizeirassismus
Wichtige Fakten
- • Lammy sagte Vance, er irre sich zum Nowak-Mord.
- • Generalstaatsanwalt prüft mögliche Strafmilderung für Digwa.
- • UK prüft Einschränkung religiöser Messerausnahmen (Kirpan).
- • 14 Personen nach Protesten in Southampton angeklagt.
- • Lammy bestritt institutionellen Rassismus bei Polizei.
Lammy widerspricht Vance nach Nowaks Tod
Der stellvertretende britische Premierminister David Lammy hat US-Vizepräsident JD Vance öffentlich widersprochen, der den Mord an dem 18-jährigen Henry Nowak auf eine „Masseninvasion von Migranten" zurückgeführt hatte. Lammy betonte, Nowak sei britischer Staatsbürger gewesen; Massenmigration habe nichts mit der Tat zu tun. Lammy forderte Vance auf, sich nicht einzumischen und die Familie des Opfers zu respektieren, die zur Ruhe aufgerufen hatte.
Debatte um Rassismus bei der Polizei
In Interviews bestritt Lammy, dass die britische Polizei institutionell rassistisch sei – trotz anhaltender Kritik due to überproportionaler Kontrollen von Schwarzen, etwa durch Hampshire Police. Diese war wegen der fehlerhaften Festnahme Nowaks in die Kritik geraten. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem eine möglicherweise milde Strafe fur den Mörder Vickrum Digwa (21 Jahre Mindesthaft). Der Fall hat landesweit Proteste ausgelöst und 14 Anklagen wegen gewalttätigen Ungehorsams nach sich gezogen.
Religiöse Waffenausnahmen infrage gestellt
Lammy stellte klar, dass es ein „Privileg" sei, einen zeremoniellen Dolch (Kirpan) aus religiösen Gründen zu tragen. Die öffentliche Debatte könnte dieses Privileg neu justieren. Der Mord mit einer solchen Klinge – ein 21 cm langes Messer dessen Einsatz nach Sikh-Tradition erlaubt ist – hat die bislang kaum infrage gestellte Ausnahme unter Druck gesetzt.
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