Nurdles: Tausende Freiwillige kämpfen gegen Plastikmüll an Englands Nordseeküste
Wichtige Fakten
- • Schiffskollision am 19. Juli führte zu einer Milliarde Plastikpellets im Meer.
- • 2.000 Freiwillige sammeln Nurdles an Stränden in Nordostengland.
- • Rund 285 Kilogramm Nurdles wurden bislang von der Bevölkerung gesammelt.
- • Die Umweltorganisation Fidra fand Nurdles an 84% der britischen Schutzgebiete.
Freiwillige im Kampf gegen Plastikmüll
Tausende Freiwillige an der Nordostküste Englands sammeln unermüdlich sogenannte Nurdles - kleine Plastikpellets, die nach einer Schiffskollision am 19. Juli in der Tyne-Mündung ins Meer gelangt sind. Mit einfachen Mitteln wie Kehrschaufeln, Pinseln und Küchensieben durchkämmen sie die Strände von Cambois bis Seaburn. Alice Laverty, eine Buchhändlerin aus Whitley Bay, war eine der ersten, die mitmachte. Über WhatsApp und soziale Medien hat sich inzwischen organisierte Fangemeinde gebildet, die täglich ausschwärmt.
Umweltschäden und Besorgnis
Die Nurdles, die als Rohstoff für Plastikprodukte dienen, werden von Tieren oft mit Nahrung verwechselt, was tödlich enden kann. Die Verschmutzung hat zu Protesten geführt und die Bürgermeisterin von Nordostengland, Kim McGuinness, sprach von einem 'Verschmutzungsnotstand'. Die hunderttausenden Pellets haben Strände sichtbar gebleicht, und es besteht die Gefahr langfristiger ökologischer Schäden.
Koordinierte Aktion und Forderungen
Mit Unterstützung von Behörden und Umweltschutzorganisationen wie Fidra wird nun auch eine offizielle Reinigung gefordert. Ein offener Brief verlangt, geschulte Teams an Flussmündungen einzusetzen, wo die Verschmutzung besonders schwer ist. Die Treffen der Freiwilligen zeigen eine starke lokale Verbundenheit, und Initiativen wie eine Web-App zur Koordination demonstrieren bürgerschaftliches Engagement.
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