Octopus-Energy-Chef: Bei niedrigeren Stromrechnungen mal einen Blackout akzeptieren
Wichtige Fakten
- • Greg Jackson argumentiert: Haushalte könnten Blackouts für 25% niedrigere Stromkosten akzeptieren.
- • Haushaltsenergiekosten in Großbritannien steigen auf fast 2.000 Pfund pro Jahr.
- • Netzausbaukosten in Großbritannien stiegen von 254 auf 457 Pfund pro Haushalt seit 2021.
- • Weltweit größter Stromausfall in Spanien und Portugal vor einem Jahr tötete mindestens sechs Menschen.
Octopus-CEO plädiert für geringere Investitionen in Stromnetze
Der Chef des britischen Energieversorgers Octopus Energy, Greg Jackson, hat vorgeschlagen, dass Haushalte gelegentliche Stromausfälle in Kauf nehmen könnten, wenn die Rechnungen dafür deutlich sinken. Ein Jahr nach dem größten Stromausfall in Europa, der Teile Spaniens und Portugals lahmlegte, argumentierte Jackson gegen teure Investitionen in das britische Stromnetz, die die Haushaltskosten erhöhen. Viele spanische Haushalte würden „den einen oder anderen Blackout“ akzeptieren, um 25 Prozent günstigere Stromkosten zu erhalten, sagte Jackson auf einer Branchenkonferenz.
Hintergrund des Vorstoßes
Jackson wies darauf hin, dass Haushalte heute durch Laptops und Heimbatterien, die von Octopus Energy verkauft werden, weniger von Stromausfällen beeinträchtigt würden. Der iberische Blackout forderte jedoch mindestens sechs Todesopfer, darunter Menschen mit medizinischen Geräten. Die Haushaltsenergiekosten in Großbritannien sollen ab Juli auf fast 2.000 Pfund pro Jahr steigen, auch bedingt durch Netzinvestitionen, die sich seit 2021 von 254 auf 457 Pfund pro Haushalt erhöht haben. Octopus Energy warnt vor überteuerten Netzinvestitionen und plädiert stattdessen für Flexibilität im System.
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