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Wirtschaft 12.06.2026, 12:56 Aktualisiert: 12.06.2026, 23:02

Ölpreise fallen auf Friedenshoffnung

Brent-Öl fiel auf 85,80 Dollar pro Fass.

Wichtige Fakten

  • Brent-Öl fiel auf 85,80 Dollar pro Fass.
  • Iran blockiert die Straße von Hormus.
  • Goldman Sachs: Ölreserven sinken so schnell wie nie.
  • USA steigerten Ölexporte um fast 50% im Jahresvergleich.
  • DAX gewinnt über 2% auf Friedenshoffnung.

Ölpreise im Sinkflug

Die Aussicht auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten hat die Ölpreise deutlich fallen lassen. Brent-Öl und WTI gaben seit Mittwoch um mehr als sieben Prozent auf 85,80 bzw. 83,20 Dollar je Fass nach – die tiefsten Stände seit März/April. Grund ist die Hoffnung auf eine Einigung im Iran-Krieg, der die Straße von Hormus blockiert. Ohne Krieg hatte die Meerenge ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Transports geschultert. Da jedoch auch Förderanlagen beschädigt sind, warnen Experten vor einer mehrjährigen Normalisierungsphase.

Konjunktur und Gegenmaßnahmen

Aufgrund des Iran-Kriegs traut die Bundesbank der deutschen Wirtschaft erst 2028 spürbares Wachstum zu. Für 2026 erwartet sie nur 0,5 Prozent BIP-Wachstum, für 2027 lediglich 0,8 Prozent. Die gestiegenen Energiepreise dämpfen die Kaufkraft. Um den Markt zu stabilisieren, haben die USA ihre Ölexporte um 50 Prozent gesteigert und strategische Reserven freigegeben. IEA-Chef Fatih Birol und Goldman Sachs warnen jedoch, dass die Lagerbestände Rekordtief erreicht haben und der Markt selbst bei Frieden unterversorgt bleibe.

Aktienmärkte profitieren

Trotz konjunktureller Sorgen hat die Friedenshoffnung die Börsen am Wochenende beflügelt: Der DAX legte um über zwei Prozent zu, insbesondere Reise- und Transportwerte wie TUI, Lufthansa und Fraport waren gefragt.

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