Ölpreise auf Vierjahreshoch: US-Militär erwägt neue Angriffe auf Iran
Wichtige Fakten
- • Brent-Rohöl erreicht 126,41 Dollar, höchster Stand seit 2022.
- • USA bereiten kurze, heftige Schläge gegen Iran vor, berichtet Axios.
- • Trump droht mit monatelanger Blockade iranischer Häfen.
- • EZB-Zinsentscheid steht an; Juni-Erhöhung weiterhin wahrscheinlich.
- • Fed belässt Leitzins unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent.
Ölpreise auf Höchststand seit 2022
Die Ölpreise sind am Donnerstag auf den höchsten Stand seit 2022 gestiegen. Brent-Rohöl stieg um bis zu 7,1 Prozent auf 126,41 Dollar pro Fass, den höchsten Stand seit vier Jahren. Grund ist ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios, wonach das US-Militär neue Pläne für mögliche Angriffe auf die iranische Führung vorbereitet. Die Preise fielen im europäischen Handel später auf rund 114 Dollar zurück, auch bedingt durch den Verfall der Juni-Futures.
Auswirkungen auf die Energiemärkte
Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran sorgt weiterhin für Unsicherheit. US-Präsident Donald Trump erwägt laut Regierungskreisen eine monatelange Blockade iranischer Häfen, um den Iran zur Aufgabe zu zwingen. Brennstoffpreise steigen weltweit: Im Vereinigten Königreich kostet Benzin durchschnittlich 157 Pence pro Liter, Diesel 188,5 Pence. Der Iran bezeichnet die Sperrung als souveränes Recht und droht mit einem neuen Gebührenregime.
Inflationssorgen und Rezessionsrisiko
Der steigende Ölpreis verstärkt die Furcht vor einer globalen Rezession. Ökonom Paul Krugman warnte, eine globale Rezession sei wahrscheinlich, falls die Straße von Hormus noch drei Monate geschlossen bleibe. Die Fed ließ den Leitzins wie erwartet unverändert, während die EZB am Nachmittag ihren Zinsentscheid verkündet. Trotz der Krise kann BASF dank globaler Lieferketten sogar profitieren und hält an den Jahreszielen fest.
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