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Gesellschaft 21.05.2026, 07:10 Aktualisiert: 21.05.2026, 10:02

Ofcom kritisiert TikTok und YouTube: Kindersicherheit mangelhaft

84% der 8- bis 12-Jährigen nutzen Dienste mit Mindestalter 13.

Wichtige Fakten

  • 84% der 8- bis 12-Jährigen nutzen Dienste mit Mindestalter 13.
  • TikTok und YouTube lehnten Änderungen ab, da sie ihre Feeds für sicher halten.
  • Snap, Meta und Roblox sagten stärkere Anti-Grooming-Maßnahmen zu.
  • Ofcom droht mit förmlichen Untersuchungen bei Nichteinhaltung.
  • Bildungsausschuss fordert social-media-Verbot für Unter-16-Jährige.

Die britische Medienaufsicht Ofcom hat in einem neuen Bericht soziale Netzwerke wie TikTok und YouTube scharf kritisiert. Den Plattformen wird vorgeworfen, ihre Inhalte für Kinder nicht ausreichend sicher zu gestalten. Während Snap, Meta und Roblox zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen sexuelle Belästigung von Minderjährigen zusagten, hätten TikTok und YouTube keine wesentlichen Änderungen vorgenommen.

Ofcom-Chefin Melanie Dawes betonte, die Unternehmen hätten jahrelang die Sicherheit vernachlässigt, und kündigte harte Maßnahmen an, falls die Vorgaben nicht erfüllt würden. Eine Umfrage ergab, dass 84 Prozent der Kinder zwischen acht und zwölf Jahren Dienste mit einem Mindestalter von 13 nutzen.

Der Bildungsausschuss des britischen Parlaments sprach sich für ein komplettes Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige aus. Die Regierung prüft derzeit ein solches Verbot und will bis zum Sommer konkrete Schritte vorlegen. Ofcom warnte, notfalls werde man die vollen rechtlichen Mittel ausschöpfen.

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