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International 03.08.2026, 03:32 Aktualisiert: 03.08.2026, 18:03

BBC erhält erstmals Zugang zu Rawalakot und berichtet von anhaltenden Protesten

Dutzende Tote bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in den letzten zwei Monaten.

Wichtige Fakten

  • Dutzende Tote bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in den letzten zwei Monaten.
  • Stadt Rawalakot größtenteils abgeriegelt, weltweit erste Medienzugang durch BBC.
  • JAAC verlangt Rechte auf Gesundheitsversorgung und Stromversorgung.
  • JAAC seit Juni verboten, von Regierung als ausländisch finanziert bezeichnet – rejected.
  • BBC-Korrespondentin Caroline Davies berichtet von Islamabad aus.

Zugang für Journalisten und aktuelle Lage

Erstmals seit Ausbruch der Proteste vor zwei Monaten hat ein internationales Medienunternehmen Zugang zur Krisenregion Rawalakot im pakistanisch verwalteten Kaschmir erhalten. BBC-Korrespondentin Caroline Davies berichtet von dort, begleitet von Berichten über Dutzende Tote bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Die Stadt ist größtenteils von der Außenwelt abgeschnitten, doch nun konnten Eindrücke von den improvisierten Zeltstädten und der Versorgungslage gesammelt werden.

Forderungen und offizielle Reaktionen

Anführer der Proteste ist das Joint Awami Action Committee (JAAC), das für Rechte wie Gesundheitsversorgung und Strom protestiert. Die pakistanischen Behörden beschuldigen die Gruppe, die derzeitigen Regionalwahlen stören zu wollen, und werfen ihr Bewaffnung vor. Die JAAC wurde im Juni verboten und von der Regierung als mit ausländischen Mitteln finanzierte Terroristen bezeichnet; die Organisation bestreitet diese Darstellung und beteuert, gewaltfrei zu sein. Das Verbot und die Vorwürfe führen laut BBC zu einer Verhärtung der Fronten.

Menschliche Not und mangelnde medizinische Versorgung

Vor Ort zeigt sich eine dramatische Situation: Eine improvisierte Klinik kann nur 50 bis 60 kritisch verletzte Patienten versorgen, wie ein Arzt der BBC berichtete. Schwerwiegende Verletzungen wie Schädel- oder Brustwunden benötigen aber spezialisierte Krankenhäuser, die nicht vorhanden oder nach der Abriegelung unerreichbar sind. Die Demonstrationen werden von jungen Menschen getragen, viele von ihnen noch Teenager. Die anhaltende Blockade erschwert zudem die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten, auch wenn die Behörden nach eigenen Angaben Lieferungen ermöglichen. Die Stimmung in der Stadt bleibt angespannt: Die Protestbewegung ruft zu weiterem Widerstand auf, während die Behörden auf eine gewaltsame Beeinträchtigung der Wahlordnung verweisen.

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