Passagierfähre vor Guyana gesunken: Ermittlungen wegen Ungenauigkeiten bei Passagierliste
Wichtige Fakten
- • Zwei Tote nach Fährunglück vor Guyana bestätigt.
- • Passagierliste war ungenau: Nur 35 von 67 Geretteten waren aufgeführt.
- • Kapitän und erster Ingenieur positiv auf Marihuana getestet.
- • Fähre kenterte am Samstagabend auf Fahrt nach Port Kaituma.
- • Suche erstreckt sich über 1070 Quadratkilometer.
Die guyanischen Behörden haben eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, nachdem die Fähre MV Barima vor der Küste Guyanas gesunken ist und Dutzende Menschen vermisst werden. Die Passagierliste erwies sich als ungenau, was die Rettungsbemühungen erschwert. Zwei Todesfälle wurden bestätigt.
Der Kapitän und der erste Ingenieur der Fähre wurden festgenommen, nachdem sie positiv auf Marihuana getestet wurden. Nach offiziellen Angaben waren laut Manifest 116 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder an Bord, aber nur 35 der bisher 67 Geretteten standen auf der Liste. Der guyanische Premierminister Mark Phillips sprach von tief besorgniserregenden und schockierenden Nachrichten.
Die Fähre war am Samstag um 15.15 Uhr in Georgetown abgefahren und gegen 23 Uhr in Seenot geraten. Die Suche und Rettung wurde ausgeweitet und umfasst nun 1070 Quadratkilometer. Überlebende berichteten, dass das Schiff über mehrere Stunden Schlagseite hatte, bevor es kenterte. Eines der Opfer ist eine Frau, die mit ihrem Mann und drei Kindern unterwegs war; die Kinder bleiben vermisst.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.