Pentagon entlässt Chefredakteur der US-Militärzeitung Stars and Stripes
Wichtige Fakten
- • Stars-and-Stripes-Chef Erik Slavin nach 21 Jahren entlassen.
- • Pentagon wirft ihm „Insubordination“ vor; auch Reporterin und Verleger entlassen.
- • Slavin sieht Zensur als rote Linie, Sorge um Pressefreiheit.
- • Hintergrund könnte Berichterstattung über USS Abraham Lincoln sein.
- • Zeitung erreicht täglich 1,4 Millionen Menschen, trotzdem unabhängig.
Hintergrund der Entlassungen
Der Chefredakteur der US-Militärzeitung Stars and Stripes, Erik Slavin, ist vom US-Verteidigungsministerium wegen „Insubordination“ entlassen worden. Slavin äußerte gegenüber der BBC seine Sorge über Zensur und betonte, dass es in dieser Zeit wichtig sei, zu hören, was passiert. Auch die Nahost-Reporterin Lara Korte und der Verleger Max Lederer wurden entlassen. Lederer hatte bereits seinen Ruhestand angekündigt und nannte unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft der Zeitung.
Kritik an Pentagon-Politik
Die Entlassungen erfolgen in einem Klima wachsender Spannungen zwischen der Trump-Administration und den US-Medien. Pentagon-Beamte scheinen zunehmend zurückhaltend bei Stellungnahmen. Stars and Stripes ist trotz teilweiser Finanzierung durch das Pentagon redaktionell unabhängig. NHL-Vertreter und der National Press Club verurteilten die Entlassungen als Versuch, die Berichterstattung zu beeinflussen.
Mögliche Gründe
Slavin vermutet, dass seine Entlassung mit einem Interview zusammenhängt, in dem er Zensur als rote Linie bezeichnete. Auch die Berichterstattung über den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln könnte eine Rolle gespielt haben. Die Besatzung leidet unter Rekordeinsatzzeiten und psychischen Problemen. Pentagon-Sprecher wollten sich nicht äußern.
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