Peter Mandelson: Neue Dokumente belasten britische Regierung
Wichtige Fakten
- • Veröffentlichung von über 1.000 Seiten Dokumenten zu Mandelsons Botschafterposten.
- • 160 Seiten enthalten Mandelsons Textnachrichten und WhatsApps.
- • Kabinettsmitglieder sollen Mandelson nach dessen Entlassung überschwänglich gelobt haben.
- • Sicherheitsbedenken betrafen Mandelsons Kontakte zu China, Russland und Israel.
- • Polizeiliche Ermittlungen gegen Mandelson laufen weiter.
Hintergrund der Veröffentlichung
Die britische Regierung steht vor der Veröffentlichung einer der umfangreichsten Dokumentensammlungen, die je dem Unterhaus vorgelegt wurden. Mit über 1.000 Seiten in drei Bänden soll das Material vor allem Einblicke in die Ernennung von Peter Mandelson zum Botschafter in Washington geben. Bereits im März wurden 147 Seiten veröffentlicht, die heutige Tranche umfasst weit mehr Details, darunter über 160 Seiten mit Mandelsons Textnachrichten und WhatsApp-Kommunikation.
Inhalt und Reaktionen
Die Dokumente werden als "peinlich", "unterwürfig" und "fremdschämend" beschrieben. Sie zeigen offenbar, wie Kabinettsmitglieder Mandelson nach seiner Entlassung überschwänglich lobten, was im Kontrast zu späteren öffentlichen Äußerungen stehen könnte. Zudem wird erwartet, dass innere Regierungsdispute, etwa zu Verteidigungsausgaben oder den Chagos-Inseln, ans Licht kommen. Die Behörden betonen den erheblichen Aufwand bei der Zusammenstellung der Informationen, der Tausende Arbeitsstunden umfasst habe.
Sicherheits- und Compliance-Fragen
Berichten zufolge waren Mandelsons Verbindungen zu hochrangigen Persönlichkeiten aus China, Russland und Israel Gegenstand von Sicherheitsbedenken. Der frühere Botschafter bestreitet, dass es Sicherheitsprobleme gab. Parallel wurden mögliche Interessenkonflikte durch seine Beratungsfirma Global Counsel thematisiert, die durch eine Stellvertreterregelung der Botschaft adressiert worden seien. Die polizeilichen Ermittlungen gegen Mandelson dauern an, wobei er seine Unschuld beteuert.
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