Plaid Cymru: Rhun ap Iorwerth strebt Amt des walisischen First Ministers an
Wichtige Fakten
- • Plaid Cymru gewinnt 43 Sitze, Labour nur 9.
- • Wahlsieg beendet Labours jahrzehntelange Dominanz in Wales.
- • Ap Iorwerth hofft auf Wahl zum First Minister am Dienstag.
- • Welsh Labour stimmt voraussichtlich für Enthaltung.
- • Reform-Chef Thomas verweigerte Gespräch, lehnt Plaid ab.
Historischer Wahlsieg – Die neue Regierung steht vor Herausforderungen der Zusammenarbeit
Nach dem Erdrutschsieg bei den Wahlen zum walisischen Parlament (Senedd) strebt der Vorsitzende von Plaid Cymru, Rhun ap Iorwerth, die Übernahme des Amtes des Ersten Ministers an – bereits am Dienstag, wie er erklärte. Er betonte die Bereitschaft zur parteiübergreifenden Zusammenarbeit. Sollte die Abstimmung keinem anderen Kandidaten klar zugutekommen, wäre er offen für die Wahl auch ohne formelle Mehrheit.
Die Konsequenzen des Labour-Niedergangs und die Rolle der Politik in Cardiff Bay
Ken Skates, kommissarischer Vorsitzender von Welsh Labour, äußerte sich „tief unangenehm“ über etwaige Zusammenarbeit mit der Reformpartei. Er sagte, dass eine „endgültige Entscheidung“ am Montag fallen würde, während Labour angesichts des Wahlverlusts eine „Neubelebung“ der Partei beschlossen hatte. Unterdessen kündigte der liberale Politiker Jane Dodds an, keinen Reform-Kandidaten zu unterstützen. Reform dementiert ap Iorwerths Vorwurf, ihr Führer Dan Thomas habe ein Gespräch über seine Person verweigert. Der Wahlkampf brachte aussagekräftige Statistiken ans Licht – so übertrafen die Vorhersagen des demoskopischen Dienstes die erhofften Prognosen, besonders bei Erstwählern und in städtischen Bezirken, wo Plaid Sympathie gestiegen war, jedoch zugleich skeptische Fortschrittsromantik herrschte.Besorgniserregend bleibt das schlechte Wahlergebnis von Labour – der Bedeutungsverlust über Generationen hinweg spiegelt sich in den 9 Sitzen, dem niedrigsten Anteil jemals. Eine Lagerkompromosse als Regierungsbindung bleibt kontrovers; manche Kommentatoren spotteten, eine ehemalige Bindekraft sei endgültig zerstoben bei den prognostizierten Zweidiagnochen – der teuren Miete, die selbst Jungakteure erwürgen könnte.Damit könnte gestalterisches Reformtempo wieder erst nach koalitionbedingter Erfahrung anheben, die enttäuschte Stimmenbindung diesfalls am ehesten wiederverspricht auf sattsam umgarnten Bühnen?
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