Pokémon-Karten: Japans Milliardenmarkt und das Geldwäsche-Risiko
Wichtige Fakten
- • Japans Trading-Card-Markt wuchs vier Jahre um 90 Prozent.
- • Marktvolumen 2025: 338 Milliarden Yen (1,83 Mrd. Euro).
- • Pikachu-Karte im Februar für 16 Mio. Dollar verkauft.
- • LDP gründete Gruppe zur Regulierung des Marktes.
- • Polizei meldet gezielte Einbrüche in Kartenläden.
Milliardenmarkt mit Risiken
Der Handel mit Pokémon-Karten hat sich zu einem Milliardengeschäft entwickelt. In Japan sorgt das zunehmend für Alarm: Politiker befürchten Geldwäsche, Diebstahl und Fälschungen. Der Marktwert einiger Karten liegt im Millionenbereich, was sie für Kriminelle attraktiv macht. Eine einzelne Karte passt in ein Etui und kann leicht ins Ausland gebracht werden, ohne dass Kontrollen sie bemerken, warnt der LDP-Abgeordnete Takuma Miyaji.
Boom im Elektronikviertel
In Tokios Akihabara berichten Händler, dass über 70 Prozent der Kunden aus Investitionsgründen kaufen, nicht als Fans. Der Markt ist in vier Jahren um 90 Prozent gewachsen und erreichte 2025 einen Wert von rund 338 Milliarden Yen (1,83 Mrd. Euro). Einzelne Karten erzielen Rekordpreise, etwa eine Pikachu-Karte für 16 Millionen Dollar.
Sorgen um Sicherheit
Die Polizei verzeichnet gezielte Einbrüche in Kartenläden, gestohlene Ware taucht oft im Ausland wieder auf. Die Politik diskutiert daher strengere Regeln, etwa Identitätskontrollen. Trotzdem will man den Markt nicht abwürgen, denn Pokémon-Karten sind ein erfolgreiches Exportprodukt. Die Hersteller The Pokémon Company und Konami schweigen bislang zu den Vorwürfen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.