Politisch motivierte Gewalt in Lyon: Student nach Auseinandersetzung gestorben
Wichtige Fakten
- • Quentin Deranque, 23, starb zwei Tage nach einer schweren Prügelei in Lyon.
- • Staatsanwaltschaft eröffnete Mordermittlungen, Tätergruppe umfasst mindestens sechs Personen.
- • Vorfall ereignete sich nach Protest einer rechten Gruppe gegen linke Politikerin.
- • Regierungsmitglieder machen militante Linke verantwortlich, LFI bestreitet jede Beteiligung.
- • Keine Festnahmen, Ermittlungen zur Identifizierung der Verdächtigen dauern an.
Ermittlungen nach tödlicher Auseinandersetzung
In Lyon ist ein 23-jähriger Mathematikstudent und nationalistischer Aktivist, Quentin Deranque, zwei Tage nach einer schweren Prügelei gestorben. Die Staatsanwaltschaft eröffnete Mordermittlungen und gab bekannt, dass Deranque von mindestens sechs Personen getreten und geschlagen wurde, wobei die Obduktion tödliche Schädel- und Hirnverletzungen ergab. Der Vorfall ereignete sich nach einem Protest der rechten Gruppe Némésis gegen einen Besuch der linken Europaabgeordneten Rima Hassan an der Sciences-Po Hochschule.
Politische Vorwürfe und Bestreitungen
Minister der französischen Regierung machten militante Linke für den Tod verantwortlich, während die linke Partei France Unbowed (LFI) jede Beteiligung bestritt. Rima Hassan verurteilte den Vorfall und wies darauf hin, dass LFI nur für ihren Schutz zuständig war. Die Némésis-Gruppe gab an, Aktivisten der verbotenen Sicherheitsgruppe La Jeune Garde erkannt zu haben, was diese jedoch dementierte. Der Anwalt der Familie betonte, Deranque sei gewaltfrei und nicht Mitglied einer Schutzgruppe gewesen.
Politische Eskalation vor Wahlen
Rechtspolitische Akteure warfen LFI vor, Gewalt zu schüren, und Jean-Luc Mélenchon wies dies als Verleumdung zurück. Die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter dauern an, bisher gab es keine Festnahmen. Der Fall fällt in eine angespannte politische Phase vor den kommenden Kommunalwahlen und spiegelt die tiefe Spaltung im Land wider.
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