Polizeichef verteidigt brutale Festnahme in Golders Green nach Messerangriff
Wichtige Fakten
- • Zwei Juden in Golders Green durch Messerangriff verletzt.
- • Polizei setzte Taser ein und trat Verdächtigen mehrfach gegen Kopf.
- • Met-Chef Rowley verteidigt Vorgehen gegen Grün-Politiker Polanski.
- • Angriff offiziell als Terrorvorfall eingestuft.
- • Verdächtiger hat Vorgeschichte mit Gewalt und psychischen Problemen.
Hintergrund des Angriffs und Festnahme
Am Mittwochmorgen wurden in der nordlondoner Nachbarschaft Golders Green zwei jüdische Männer, Shloime Rand (34) und Moshe Shine (76), bei einem Messerangriff verletzt. Der 45-jährige Essa Suleiman wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen; er steht im Verdacht des versuchten Mordes. Der Angriff wurde offiziell als terroristischer Vorfall eingestuft.
Kontroverse um Festnahmetaktik
Videos der Festnahme zeigen, wie die Polizei den Verdächtigen mit einem Taser außer Gefecht setzt und ihn dann mehrfach gegen den Kopf tritt, um das Messer aus seiner Hand zu lösen. Green-Partei-Chef Zack Polanski teilte einen Post, der das Vorgehen als „wiederholtes und gewaltsames Treten gegen den Kopf eines psychisch kranken Mannes“ kritisierte. Metropolitan Police Commissioner Sir Mark Rowley reagierte mit einem Schreiben, in dem er sein „Enttäuschung“ über die „ungenauen und irreführenden Kommentare“ ausdrückte. Rowley betonte, die Beamten seien nicht bewaffnet gewesen und hätten eine mögliche explosive Vorrichtung befürchtet. Der Verdächtige habe auch nach dem Tasereinsatz noch eine Bedrohung dargestellt.
Politische Reaktionen
Polanski selbst bezeichnete den Angriff als „schrecklich“ und erklärte, er kenne nicht das gesamte Bild. Ein Sprecher der Grünen sagte, man müsse mehr über die Reaktion der Polizei verstehen. Dame Louise Ellman, ehemalige Labour-Abgeordnete, kritisierte Polanskis Social-Media-Aktivität als „grobes Fehlurteil“. Der liberaldemokratische Abgeordnete Luke Taylor nannte das Teilen des Posts „völlig schändlich“. Rowley indes verteidigte seine Beamten als „außergewöhnlich“ und warnte davor, durch „armchair critics“ die Spannungen zu verschärfen.
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