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Gesellschaft 16.02.2026, 16:00 Aktualisiert: 16.02.2026, 18:14

Psychedelische Therapie mit DMT zeigt vielversprechende Wirkung gegen Depressionen

Eine klinische Studie mit 34 Teilnehmern untersuchte DMT bei therapieresistenter Depression.

Wichtige Fakten

  • Eine klinische Studie mit 34 Teilnehmern untersuchte DMT bei therapieresistenter Depression.
  • Eine Einzeldosis DMT plus Psychotherapie führte zu schneller und langanhaltender Besserung.
  • Die antidepressiven Effekte hielten bei einigen Patienten bis zu sechs Monate an.
  • DMT ist der Wirkstoff im südamerikanischen Ayahuasca-Trank und löst intensive Trips aus.
  • Die Studie wurde von der neuropsychiatrischen Firma Cybin UK finanziert und durchgeführt.

Studienergebnisse

Eine klinische Studie in Nature Medicine zeigt, dass eine Einzeldosis des psychedelischen Wirkstoffs Dimethyltryptamin (DMT) in Kombination mit Psychotherapie bei Menschen mit therapieresistenter Depression zu einer schnellen und nachhaltigen Verbesserung führen kann. An der Studie nahmen 34 Personen mit mittelschwerer bis schwerer Depression teil, die auf mindestens zwei Antidepressiva nicht angesprochen hatten. Die Hälfte erhielt eine intravenöse Dosis von 21,5 mg DMT, die andere ein Placebo, alle begleitet von Psychotherapie und Nachuntersuchungen.

Wirkung und Potenzial

Patienten in der DMT-Gruppe zeigten signifikant reduzierte Depressionssymptome, gemessen an standardisierten Fragebögen, mit Effekten, die drei bis sechs Monate anhielten. DMT, ein Bestandteil des Ayahuasca-Tranks, induziert intensive halluzinogene Erfahrungen, die etwa 25 Minuten dauern und das Denken neu strukturieren können. Die Forscher vergleichen dies mit dem Einebnen von Schneelandschaften, um neue Denkwege zu ermöglichen. Die Studie folgt positiven Ergebnissen mit Psilocybin, dem Wirkstoff in Zauberpilzen, und stärkt die Evidenz für psychedelisch unterstützte Therapien.

Regulatorische und praktische Herausforderungen

Obwohl vielversprechend, stehen praktische Hürden im Weg: Bei Zulassung wären solche Therapien voraussichtlich nur in Privatkliniken verfügbar, was Sicherheits- und Zugänglichkeitsbedenken aufwirft. Eine kürzere Tripdauer als bei Psilocybin könnte die klinische Anwendung erleichtern, erfordert aber intensive Betreuung. Die Feilding-Kommission arbeitet an Richtlinien für einen sicheren und ethischen Rollout, um kommerziellen Druck und Patientenschäden zu vermeiden.

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